Bettina Heiniger, Ganzheitliche Therapeutin
Natürlich ist die Früherkennung einer wirklich ernsten Krankheit ein Segen für den betreffenden Menschen. Daran gibt es überhaupt keinen Zweifel.
In einem erschreckend hohen Masse jedoch fördern ständige Untersuchungen genau das, was verhindert werden soll.
Womit hängt das zusammen? Mit der Angst, die dadurch erzeugt wird. Angst ist eine der stärksten Kräfte, die es im Menschen gibt, zumal sie eine emotionale Energie ist.
Z.B. ist erwiesen, dass jeder gesunde Körper dennoch hier und da Krebszellen produziert. Ein vitaler Körper geht hervorragend damit um. Wenn jetzt aber eine Vorsorgeuntersuchung diese Krebszellen bestätigt, verstärkt sich sofort die Angst, die vorher bereits ununterbrochen durch die vielen Warnungen erzeugt worden ist und daher latent schlummerte. Oft wird diese Angst dann noch zur Panik. Jetzt wird die Gefahr richtig ernst. Diese Angst zieht nun verstärkt genau das an, was durch die Vorsorgeuntersuchung verhindert werden sollte.
Zusätzlich kommt noch die menschliche Glaubenskraft hinzu, die alle vorherigen Suggestionen bestätigt vorfinden lässt. Diese Glaubenskraft erhöht den in Gang gesetzten Prozess weiter.
Ein anderes Beispiel hierzu:
Der Glaube, dass Rauchen Krebs erzeugt, ist stark und weit verbreitet. Wenn ein Raucher tagtäglich die Warnung auf der Zigarettenpackung bewusst und unbewusst aufnimmt, verstärkt es den Glauben an die Warnung enorm. Auch hierdurch ist im Raucher eine Angst erzeugt worden, die latent schlummert. Die Gefahr, dass Krebs dann tatsächlich entsteht, ist dadurch sehr viel höher.
Betrachten wir es doch einmal von der anderen Seite: Wenn wir etwas Positives für uns erreichen wollen, dann setzen wir doch genau diese Glaubenskraft ein, die uns zu dem gewünschten Ziel führt. Ohne den Glauben an einen Erfolg, stellt sich dieser auch nicht ein. Hieran zweifelt niemand.
Wenn jetzt aber Angst und der Glaube besteht, es könne uns etwas Schlimmes widerfahren, ist es ebenso logisch, dass die Angst und der Glaube genau das herbeibeschwören können, was eigentlich verhindert werden soll.
Ich gehe noch einen Schritt weiter. Schon wenn der Mensch etwas verhindern will, richtet er seine Aufmerksamkeit auf etwas, was er durch diese Kraft bereits anzieht.
Die meisten Menschen befinden sich in dieser Falle. Einerseits haben sie Wünsche, und andererseits gibt es in ihnen verschiedenste Ängste, Zweifel und viele Glaubenssätze. Diese Kräfte hebeln sich gegenseitig aus, und die Menschen wundern sich, dass die Wünsche sich nicht erfüllen. Es ist notwendig, das Bewusstsein zu verändern. Mit einem Bein sollte man stets aus dieser Kiste heraustreten können.
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Bettina Heiniger, Ganzheitliche Therapeutin
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