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Zu schön um wahr zu sein

Autor: mediamixx | Erstellt am: 27.08.2010 | Gelesen: 525
Kategorie: Kunst - Kultur & Religion | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Museum für Moderne Kunst Arnheim präsentiert Otto Dix

Museum für Moderne Kunst Arnheim
Museum für Moderne Kunst Arnheim
Vom 17. Oktober 2010 bis zum 16. Januar 2011 präsentiert das Museum für Moderne Kunst Arnheim die Ausstellung Zu wahr um schön zu sein. Der kritische Realismus von Dix & Co. Im Mittelpunkt steht die Darstellung der menschlichen Gestalt durch den deutschen Künstler Otto Dix (1891-1969) und seine Studenten sowie durch Künstler, die im gleichen Stil arbeiteten. 

Der Begriff „Neue Sachlichkeit" wurde erstmals 1925 als Titel einer Ausstellung der Kunsthalle Mannheim verwendet. Damit wurde eine neue Strömung in der modernen Kunst eingeführt. Charakteristisch für diese Strömung waren die emotionslose Darstellung von Alltagsthemen und eine Vorliebe für die Einfachheit. Der Begriff Neue Sachlichkeit fungierte als Sammelbegriff für verschiedene verwandte Entwicklungen, von denen die sogenannte veristische, proletarisch-kritische Richtung die bekannteste ist. Der Künstler Otto Dix gilt als Galionsfigur dieser Strömung.

Otto Dix war in Dresden und Berlin aktiv, neben Hannover und Karlsruhe den wichtigsten Zentren der Neuen Sachlichkeit. 1927 wurde Dix zum Professor an der Kunstakademie in Dresden ernannt, die dadurch neue Impulse erhielt. Der Mensch, vor allem das
(Selbst-)Porträt, war Dix' Hauptthema. Auch diese Ausstellung konzentriert sich auf die Wiedergabe des Menschenbildes; der Akzent liegt dabei auf Künstlern aus der Umgebung von Dresden. Es werden Gemälde und Zeichnungen von Dix und seinen Schülern gezeigt, aber auch von Künstlern, die in einem vergleichbaren Stil arbeiteten, wie Conrad Felixmüller, Otto Griebel, Kurt Günther und Wilhelm Lachnit. Ausgestellt werden darüber hinaus Werke von Chris de Moor, einem niederländischen Künstler, der von 1928 bis 1929 bei Dix in der Akademie arbeitete und dort eindringliche Porträts von ihm anfertigte.

Die Werke von Dix & Co galten verschiedenen niederländischen Künstlern als Vorbild. 1929 wurde in Amsterdam die erste Ausstellung ausländischer Künstler der Neuen Sachlichkeit organisiert, die zugleich auch die letzte Ausstellung zu dieser Strömung war. Obwohl Dix selbst fehlte, war die Gruppe aus Dresden gut vertreten. Ab 1930 jedoch konnte man in den Niederlanden häufig Werke von Dix sehen, auch in Einzelausstellungen. Seine gesellschaftskritische Herangehensweise an die Kunst wurde 1933 in Nazi-Deutschland für entartet erklärt; Werke von ihm wurden beschlagnahmt und sogar vernichtet. Beim Bombardement von Dresden im Februar 1945 gingen weitere Werke verloren. Einige seiner Schüler wie Gussy Ahnert, Rudolf Bergander, Hainz Hamisch, Rudolf Nitschke, Curt Querner, Kurt Sillack und Erica Streit gerieten später in DDR-Zeiten international in Vergessenheit. Doch auch in ihrem Heimatland werden die Werke dieser Künstler als Sammlerobjekte und Vorläufer erst seit einigen Jahren wiederentdeckt.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreich illustriertes Buch mit einem Essay von Ype Koopmans, dem Konservator für Moderne Kunst des MMKA.

Hintergrund
Das Museum für Moderne Kunst Arnhem hat den Auftrag, internationale Formen des Realismus sowie Design aus Arnheim zu Sammeln und zu Präsentieren. Schwerpunkte liegen auf dem Magischen Realismus, anderen Strömungen des Realismus (1925-1960) sowie zeitgenössischer (feministischer) Kunst. Zudem beherbergt das Museum die wichtigste niederländische Sammlung für Schmuckdesign ab 1965.

Museum voor Moderne Kunst Arnhem, Utrechtseweg 87, Arnhem. Tel: (0031) (0)26 3775300. www.mmkarnhem.nl Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10–17 Uhr, Samstag und Sonntag 11–17 Uhr. Eintritt bis 18 Jahre frei.

 
 
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