Ballkleid von 1832
So lange, wie es Menschen auf der Erde gibt, so lange gab es auch schon Kleider in der ein oder anderen Art. Über die Jahrhunderte haben sie sich dabei von einfachen Stofffetzen zum kleinen Schwarzen, Cocktailkeidern, Abendkleidern und andere, die alle von einfach bis extravagant und von bezahlbar zu teuer reichen.
Kleider sind Kleidungstücke die üblicher Weise aus einem Stück Stoff bestehen und von Frauen und Mädchen getragen werden. Das Kleid gilt hierbei als Alternative zu zweiteiligen Moden, wie Rock und Bluse.
Kleider im modernen Sinn tauchten zum ersten Mal um 1800 auf, bestehend aus Krinoline, Reifrock und einem Mieder. Tagsüber trugen die Frauen die Kleider ohne Ausschnitt, mit langen Ärmeln und einem Überrock, der bis zum Boden reichte. Abends jedoch war es den Frauen erlaubt, kürzere Ärmel sowie einen etwas weiteren Ausschnitt zu tragen; nach 1900 durften sie sogar Dekolleté zeigen. Während dieser ganzen Periode und sogar bis in die 1920er waren Kleider immer mindestens knöchellang.
Während den 1920ern jedoch kamen Charlestonkleider in Mode. Obwohl manche diese Kleider lang blieben, wurden einige doch so kurz das sie nur noch bis zu den Knien reichten. Kleider wurden zunehmend auch ohne Ärmel und mit Verziehrungen wie Pailletten und Fransen. In den 30ern und 40ern verloren Kleider langsam den Schockfaktor der Charlestonära und nahmen wieder klassische Formen mit geraden Schnitten und Röcken verschiedener Längen an. Das kleine Schwarze, dass zum ersten Mal in den 20ern auftauchte, wurde zunehmend beliebter.
Die 50er brachten durch den Swingstil groß Veränderungen mit sich. Frauen bevorzugten lange Kleider, die beim Tanzen herum schwingen konnten. Neckholder-Kleider erfreuten sich zu dieser Zeit auch kurzer Beliebtheit. In den 60ern setzte sich ein moderner Stil der Kleider überall durch. Der Länge der Kleider lag hierbei zwischen Knielänge und Minikleid, entweder mit oder ohne Ärmel, und in allen möglichen leuchtenden Farben.
Das Maxikleid, aus fließendem, bodenlangen Stoff, wurde in den 70ern modern. Es verkörperte einen mehr erdverbundenen Stil, der besonders junge Frauen dieser Zeit ansprach. Vollkommen gegensätzlich dazu entwickelten sich die 70er aber auch zum Jahrzehnt der grellen, kurzen Kleider, die vom Discostil inspiriert wurden.
In den 80ern kamen Verziehrungen wie Krausen, Federn, Fransen und Puffärmel in Mode, wobei Farben und Muster eine besondere Rolle spielten. Bis in die 90er liebten Frauen auch gepunktete, gestreifte und neonfarbene Kleider.
Während den 90ern und 2000ern wurden Stile aus den verschiedenen Jahrzehnten immer mehr vermischt. Heute gibt es Kleider in allen Größen, Formen, Farben und jedem Stil. Zwischen ein paar Euro und tausendenden kann Frau sich mit allem eindecken, was ihr beliebt. Durch ihre Vielseitigkeit lieben Frauen Kleider auch so sehr und deshalb werden sie wohl ein Trend sein, der sich ewig halten wird.
Victoria Schmeiser