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Zirbe das Holz aus dem Träume sind

Autor: Zirbenschreiner | Erstellt am: 11.02.2010 | Gelesen: 792
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Mit der Zirbe besser Schlafen und damit unsere Gesundheit bewahren

messensorWer sich vor Handy-Strahlung schützen will, der kann es sich einfach machen: Holz schützt nämlich auch. Wer also "auf Nummer sicher" gehen will, weil er sich nicht sicher ist, dass Handystrahlung nicht vielleicht doch gefährlich ist (entgegen mancher Studie), dem können die Erkenntnisse der Bundeswehr-Universität helfen.

Wenn der Handyempfang nicht optimal ist und das Gespräch immer wieder unterbrochen wird, ist das zunächst einmal lästig. Aber so etwas kann auch der Ansatz für wissenschaftliche Erkenntnisse sein. Wenn das Handy etwa in einem Haus aus Massivholz nicht funktioniert, dann ist das Grund genug, die Strahlungsdämpfungseigenschaften dieses Material näher zu untersuchen. Die Resultate dieser Untersuchungen waren auch für die Forscher verblüffend. Er ist nach eigenen Angaben ein Besessener. Besessen vom Baustoff Holz, den schon sein Großvater nach alter handwerklicher Tradition bearbeitet hat. Im salzburgischen Goldegg hat Erwin Thoma ein eigenes Holzforschungszentrum gegründet, um mit naturnahen Verarbeitungsmethoden zu experimentieren. Alte handwerkliche Traditionen sollen wiederbelebt und modernisiert werden.

messensor2So wurde etwa ausschließlich Kaseinleim, eine jahrhundertealte Mixtur aus Topfen und Kalk, verwendet, um Treppen zusammenzuhalten. Vor kurzem wurde Erwin Thoma zufällig auf eine ganz besondere Eigenschaft von Holz aufmerksam: "Bei einem unserer ersten Pur-Holz Häuser, den Häusern mit den massiven, holzverdübelten Wänden, war ich bei der Montage auf der Baustelle und habe mit dem Handy organisiert und jemanden angerufen und bin dabei in den frisch aufgestellten Rohbau hineingegangen."

Plötzlich war die Verbindung vom Handy unterbrochen. Ich gehe ins Freie, telefoniere wieder, es funktioniert wieder, gehe hinein, wieder ist die Verbindung weg. Und durch diese Erfahrung habe ich mir gedacht, das ist ein Forschungsthema, wir müssen das dringend untersuchen." Wissenschafter der Bundeswehruniversität München nahmen sich des Themas an. Sie wollten herausfinden, ob Holz tatsächlich hochfrequente Mobilfunkstrahlung abschirmt. Zunächst werden eine Sender- und eine Empfangsantenne justiert und mit einer Messeinheit verbunden. Danach wird eine Stahlbetonplatte zwischen Sender und Empfänger positioniert. Die 350 Kilogramm schwere Platte ist zwar nur mit einem Gabelstapler zu bewegen, dämpft aber erwartungsgemäß einen großen Teil der Strahlung in jenem Frequenzband, das auch im Mobilfunkbereich verwendet wird.

messgrafikZum Vergleich testen die Wissenschafter eine Platte aus jenem Holz, aus dem Erwin Thoma seine Massivhäuser baut. Bei gleicher Größe und Dicke wiegt der Baustoff Holz nur etwas mehr als zehn Prozent der Stahlbetonplatte. Als sie die Kurven vergleichen, erleben die Forscher eine gewaltige Überraschung. Beton hat keine Chance gegen Holz. Strahlung im Mobilfunkbereich wird von der Lärchenholzplatte etwa zehnmal so gut abgeschirmt wie von jener aus Stahlbeton, schildert Ingenieur Peter Pauli von der Bundeswehr-Universität München: "Jedes Material hat die Eigenschaft, dass es reflektiert - Wellen, Strahlung - und dass es im Inneren absorbiert. Wenn das Material so gestaltet ist, dass es viel reflektiert, dann kann diese Strahlung auch nicht ein- und auch nicht durchdringen. Und das ist auch bei der Lärche der Fall. Auf der Rückseite geschieht das Gleiche noch einmal - immer beim Eintritt und beim Austritt aus verschiedenen Materialien."

Als die deutschen Forscher verschiedene Holzarten testen, stellen sie auch hier Erstaunliches fest. Die deutsche Eiche - Inbegriff von Festigkeit und Massivität - hat deutlich schlechtere Dämpfungseigenschaften als die meisten anderen Hölzer. Eindeutiger Testsieger ist die Lärche. Die Unterschiede haben nach Ansicht der Forscher, nichts mit Dichte oder Gewicht zu tun, sondern mit dem Harzgehalt des Holzes, der die Reflektionseigenschaften bestimmt. Für die ausgezeichneten Abschirmeigenschaften von Lärchenholz interessieren sich mittlerweile auch die Baubiologen. Denn die Dämpfung von elektromagnetischen Wellen hat zumindest psychologisch große Bedeutung für die Wohnbehaglichkeit und das individuelle Wohlbefinden.

"Immer mehr Mobilfunkbetreiber errichten immer mehr Masten, um die Versorgung der Teilnehmer zu gewährleisten", so der Baubiologie Dietrich Moldan. "Die Konsequenz daraus ist, dass immer mehr Leute sich durch diese Masten bedroht fühlen, Angst haben oder Unwohlsein empfinden." Zwar gebe es noch keinen eindeutigen Beweis über die Wirkungen, aber Vorbeugen sei eben besser - durch den Einsatz von massivem Holz kann man das recht gut erreichen.

Quelle 3 Sat
 
 
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