(Online-Artikel.de) - Wie man als Sparer die Zinseffekte von Tages- und Festgeldern optimal ausnutzt und was man dabei beachten bzw. wissen sollte.
Bei stagnierenden Reallöhnen und steigender Inflation ist es für Sparer besonders wichtig, alle zur Verfügung stehenden Mittel zu nutzen, um auch nach Steuern und Inflation eine positive Nettoverzinsung zu erzielen. Speziell im Bereich der Fest- und Tagesgeldkonten bedeutet das: Zinsen vergleichen und natürlich auch Zinseffekte optimal zu nutzen. Wer einmal die Zinsen für Tagesgeld mit denen für Festgeld vergleicht, wird feststellen, dass sich das Zinsniveau derzeit auf einem Leven bewegt.
Gut verzinste Tagesgeldkonten erzielen derzeit also genau so hohe Zinsen wie Festgeldkonten. Dennoch würden sich Renditeunterschiede ergeben. Den meisten Sparern ist dieser Umstand nicht bewusst, aber bei Festgeldkonten kann der Zinseszinseffekt nicht genutzt werden. Das liegt ganz einfach darin begründet, dass laut Definition auf einem Festgeldkonto eine feste Summe über eine bestimmte Laufzeit fest angelegt wird. Anders als beim Tagesgeld fließen ausgeschüttete Zinsen hier nicht unmittelbar in die Anlagesumme ein und erhöhen diese dementsprechend. Diesen Effekt haben die Betreiber des Portals tagesgeldvergleich.net in ihrem Ratgeber zum Zins, Zinseszins und Zinseszinseffekt einmal genauer untersucht und anhand eines Beispieles verglichen. Anhand dieser Berechnungen wird sichtbar, wie groß die Unterschiede zwischen gleich hoch verzinsten Tages- und Festgeldkonten sein können.
Sparer, die Zinseffekte wirklich optimal ausnutzen wollen, sollten diese Tatsache in die Überlegungen zur Wahl eines geeigneten Kontos unbedingt einbeziehen. Auf der anderen Seite steht dem natürlich die Tatsache entgegen, dass nur Festgeldkonten einen über die gesamte vereinbarte Laufzeit festen Zinssatz garantieren, während der Anleger bei Tagesgeldkonten von der Entwicklung der Geldmarktzinsen abhängig ist. Bei Wahl eines entsprechenden Kontos sollte dieser externe Faktor ebenfalls in die Überlegungen einfließen. So könnte in Phasen nachgebender Geldmarktzinsen auf Festgeld und in Phasen steigender oder konstanter Geldmarktzinsen auf Tagesgeld gesetzt werden.
Daniel Franke