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Zielkosten als Strategiebaustein der Wissensbilanz

Autor: beckinfo | Erstellt am: 01.11.2010 | Gelesen: 644
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Vom Produktlebenszyklus ausgehend kann gleichzeitig auch die strategische Vorgehensweise am Markt entwickelt werden

Wissensintensive Zielstrategie
Wissensintensive Zielstrategie
Mit einem Zielkostenmanagement kann eine konsequente Marktausrichtung (market into company) hineingetragen werden, d.h. die Strukturen werden in dem Umfang angepasst, in dem der Kunde bereit ist, diese zu bezahlen. Bei der Einführung eines Produktes werden dessen Eigenschaften dann so festgelegt, dass sie gleichzeitig den Wünschen des Kunden und der eigenen Zielplanung entsprechen.

Die Ziele für Produkteigenschaften und -funktionen, das Produktqualitätsprofil, der Produktpreis und die Produktmengen werden ausschließlich marktorientiert festgelegt. Anhand einer retrograden, wettbewerbsorientierten Kalkulation werden unter Ansatz der angestrebten Gewinnmarge (Target profit) die zulässigen Kosten (allowable costs) ermittelt; durch progressive Kalkulation auf der Basis bisheriger oder geschätzter Standardkosten werden dann die Selbstkosten (drifting costs) ermittelt und den allowable costs gegenübergestellt. Mit Hilfe von Wertanalysen oder ähnlichen Maßnahmen muss dann die Differenz zwischen allowable und drifting costs solange abgebaut werden, bis die targets costs erreicht sind und hieraus neue Standardkosten abgeleitet werden können.

Im Rahmen des Target Cost-Konzeptes sieht sich das Unternehmen gezwungen, seine Ressourcenstrategie unter Beachtung der Kundenwünsche zu entwickeln. Somit wird deutlich, welche Infrastruktur (Personal- und Sachkapazitäten) für das Unternehmen erforderlich ist, um das markterforderliche Kostenniveau nachhaltig realisieren zu können. Target Costing unterstützt somit bereits die gesamte Strategieplanung und ermöglicht die Ausrichtung der Erlös- und Kostenrechnung auf Produktfunktionen hin. Strategie und produktgestalterische Aktivitäten sind somit aufgrund der sowohl feed back- als auch der feed-forward-Kopplungen des Ansatzes keine getrennten oder unterschiedlichen Planungsebenen mehr: die Frühzeitigkeit der Kostengestaltung ist auf den gesamten Produktlebenszyklus ausgerichtet.

Sollte man sich dafür entscheiden, die Marketingplanung in ein umfassendes Konzept der Wissensbilanz einzubetten, so wurden hierzu von Jörg Becker eine Reihe von BusinessIntelligence-Publikationen erstellt, u.a. in diesem Zusammenhang:

Becker, Jörg: Marketingcontrolling und Intellektuelles Kapital – Profile und Portfolios für Wissensfaktoren, 2008, ISBN 9783837071320

Jörg Becker (www.beckinfo.de)

 
 
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