Wer eine Zeit im Berufsleben verbracht hat, sollte einmal die Gelegenheit zur Rückschau nutzen und sich fragen, ob alle Wertigkeiten und Unterscheidungen aus den Schulzeiten auch alle späteren Phasen der Erwerbstätigkeit unbeschadet und unverrückbar überstanden haben. Oder ob in der etwas rauheren Wirklichkeit der Arbeitsmärkte und des Geldverdienens nicht so manche Verschiebung der Maßstäbe und Notenordnungen stattgefunden hat.
Man kennt sie noch die guten alten Kopfnoten eines Zeugnisses: Noten für Fleiß, Betragen, Ordnung, Aufmerksamkeit. Weder Lehrer noch Schüler ordneten sie an der ersten Stelle ihrer Bedeutungsskala ein. Sie wurden eher als mehr oder weniger lästiges Beiwerk zum eigentlichen Zeugnis gesehen. Vgl. Becker, Jörg:
Es steht eine Schule im Hanauer Land, Hohe Landesschule ist sie seit alters her genannt, ISBN 978 3 8391 9917 6.
In den Blickpunkt gerieten sie allenfalls in brenzligen Grenzsituationen wie beispielsweise gefährdeten Versetzungen, manchmal vielleicht sogar als das berühmte Zünglein an der Waage. Das „echte" Bild eines Schülers (und damit zukünftigen Bewerbers) wurde ausschließlich aus dem nachfolgenden eigentlichen Hauptteil des Zeugnisses zusammen gesetzt. In den Jahren des Gymnasiums gibt es aber auch in diesem als einzig relevant angesehenen Notenteil bereits weitere Unterscheidungen und Abstufungen wie die nach Haupt- und Nebenfächern oder die nach mathematisch oder sprachlich ausgerichteten Lerninhalten. Im Klartext heißt eine Trennung nach Haupt- und Nebenfächern für den zukünftigen Bewerber nichts anderes als ein Orientierungsrahmen für das, was für ihn wichtig oder eher unwichtig sein könnte. Die Trennlinie zwischen Mathematik und Naturwissenschaft einerseits sowie Sprachen und Geisteswissenschaften andererseits setzt sich als roter Faden bis in die derzeitigen Pisa-Tests der Schüler fort. Vgl. Detaillierte Ausführungen hierzu bei Becker, J: Headhunter in eigener Sache-ISBN 978 3 8391 2464 2
Keine Bewerbung sollte unvorbereitet ins Blaue hinein abgegeben werden. Je gründlicher die Bewerbung vorbereitet wird desto mehr steigen die Erfolgschancen für die Einstellung. Antworten auf die 1. Frage liefern Ausbildungs- und Arbeitszeugnisse. Hierin werden vor allem gemessene, also „harte" Faktoren belegt. D.h. Kenntnisse, die über längere Zeiträume hinweg und auf verschiedenen Ausbildungs- und Berufsstufen mehrfach geprüft und benotet, somit auch quantifiziert wurden.Dipl.Kfm. Jörg Becker (www.beckinfo.de)