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ZDF Reporter berichtet über Astrolines

Autor: eckart | Erstellt am: 08.02.2008 | Gelesen: 7067
Kategorie: Astrologie & Esoterik | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Das ZDF strahlte am 7.2.2008 in der Sendung "ZDF Reporter" einen Beitrag über die Tricks der Astrologie und Kartenlegen Lines aus.Astrologie-kartenlegen

In der TV-Sendung „ZDF Reporter" wurde am 7. Februar 2008 über die Tricks der Esoterik und Astrologie Branche berichtet. Das „Geschäft der Propheten", wie es in der Sendung bezeichnet wurde, erwirtschaftet jährlich Millionengewinne. Die Firma Questico, die in dem Beitrag portraitiert wurde, machte mit ihren Geschäften mit Astrolines und Kartenlegen allein im Jahr 2006 einen Umsatz von 60 Millionen Euro. Doch das geht auf Kosten der Menschen, die sich auf die Vorhersagen der Beraterinnen und Berater verlassen. Das sind Menschen mit angeblich übersinnlichen Fähigkeiten.

Doch ein Psychologe stellte fest, dass die Masche immer die gleiche sei: Den Anrufern wird im Grunde nur das erzählt, was sie gerne hören möchten. Als Beispiel wurde eine Frau, Anfang 40, vorgestellt, die einsam war und sich einen Partner wünschte. Sie wandte sich an eine Astroline. Dort erzählte man ihr genau das, was sie sich von ganzem Herzen wünschte, nämlich dass sie schon bald einen Mann kennen lernen würde und das binnen 12 Monaten. Die Frau investierte in der Folge rund 4000 Euro in die Line, da sie in eine regelrechte Abhängigkeit geriet. Stets wollte sie sich über neueste Entwicklungen informieren, wollte Einzelheiten zu dem versprochenen Partner und den Zeitpunkt wissen. Das ging soweit, dass sie keine Entscheidung mehr ohne ihren Kartenleger oder die Astrologie traf. Sie geriet in eine völlige Unselbständigkeit. Da der versprochene Partner nicht kam, hat sie nicht nur viel Geld, sondern auch ihr Selbstvertrauen verloren und ist heute in psychologischer Behandlung, um von ihrer Sucht wegzukommen. Vorsichtshalber hat sie alle Rufnummern sperren lassen, die sie wieder an die Astroline geführt hätten.

Das ist kein Einzelfall. Das Vorgehen ist immer das selbe: Der erste Anruf ist kostenlos. Dort wird dann versucht, den Anrufer auf den Geschmack zu bringen. Weitere Gespräche schlagen dann mit bis zu 2,24 je Minute zu Buche. Hilfesuchende Menschen, die auf diese Weise Schulden von 10-2000 Euro anhäuften, sind keine Seltenheit.

In der Sendung wurde der Vorstandsvorsitzende der Firma Questico, Sylvius Bardt, interviewt. Er räumte ein, dass er selbst für sein Unternehmen nie die Hilfe seiner Berater in Anspruch nehme. Bardt ist ein reiner Zahlenmensch, der allein auf den erwirtschafteten Gewinn achtet. Nicht umsonst heisst es in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Firma: „Questico steht nicht für die Richtigkeit, noch für die Qualität der erteilten Auskünfte ein".

Typische Anrufer sind Frauen, um 40 Jahre, einsam. In den Beratungsgesprächen wird dann mit den Hoffnungen dieser Menschen gespielt, wird ihnen z.B. ein neuer Partner in Aussicht gestellt. Der finanzielle Schaden ist oft nicht das größte Problem. Meist sind diese Menschen aufgrund der Enttäuschung über die nicht eingetroffenen Vorhersagen, am Boden zerstört und bedürfen psychologischer Hilfe. Es wird daher empfohlen, bei der Telekom anzurufen und sicherheitshalber die Vorwahlen 0900 und 0137 sperren zu lassen. Wer bereits in eine Sucht geraten ist, sollte professionelle Beratung in Anspruch nehmen.

Eckart Haase
 
 
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