In der Ruhe liegt die Kraft
In Kürze beginnt die Angelsaison 2011 und viele Angler sind bereits jetzt dabei, ihre Routen zu planen und das Material zu überprüfen, um bestens vorbereitet in die neue Saison zu starten. Neben dem beliebten Hecht- oder Karpfenangeln erfreut sich auch die Jagd nach dem Zander einer immer größeren Beliebtheit.
Zanderangeln ist eine anspruchsvolle Aufgabe, denn der Zander ist ein intelligenter Fisch, der sich nur ungern fangen lässt und seinen Fänger deshalb vor knifflige Aufgaben stellt. Der Zander ist sehr misstrauisch und lässt sich nicht mit plumpen Fangversuchen ködern, wie seine Artgenossen Hecht oder Karpfen. Man muss den Zander überlisten und dafür jede Menge Geduld aufbringen.
Die besten Fangzeiten sind in der Abend- oder Morgendämmerung, denn der Zander ist ein nachtaktiver Fisch und sucht sich in diesen Zeiten die leckersten Häppchen. Am See muss absolute Stille herrschen, denn der argwöhnische Zander hegt bereits beim kleinsten, unnormalen Geräusch einen Verdacht und verschwindet für den Rest der Nacht in den Tiefen des Gewässers.
Beim Zanderangeln hat man unterschiedliche Möglichkeiten zu angeln. Es gibt das Drop Shot Angeln, das sich besonders für den Zander eignet, da der Köder in optimaler Bisshöhe schwimmt. Ebenso gibt es die Möglichkeit, Spinnfischen oder Vertikalangeln auf Zander zu machen. Welche Variante man wählt, bleibt einem letztlich selbst überlassen.
Hat der Zander endlich angebissen, so ist es absolut unerlässlich, erst einmal die Ruhe zu bewahren. Ganz egal, wie sehr es den Angler in den Fingern juckt, den Zander an Land zu ziehen: Zuerst Nerven behalten und den Zander mit seinem Fang wegschwimmen lassen. Der Zander schnappt sich nämlich seine Beute und verschwindet damit erst einmal, um vom Fangort wegzukommen. Erst dann verschlingt er den Köder und erst dann kann der Zander gezogen werden.
Wer all das beherzigt, wird eine erfolgreiche Angelsaison mit guten Fängen haben.
Janina Fahle