Viele Menschen legen großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres und auf schöne Zähne. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen werden mehr und mehr zurückgefahren, auch im Bereich Zahnersatz. Umso weniger ist es verwunderlich, dass immer mehr Menschen den Abschluss einer guten Zahnzusatzversicherung in Erwägung ziehen.
Allerdings gibt es in Deutschland rund 50 verschiedene Krankenversicherungsunternehmen, die ihrerseits jeweils ca. 2-3 verschiedene Tarifkombinationen anbieten. Das macht es dem Durchschnittsverbraucher nicht gerade leichter, hier den Überblick zu bewahren, das ganze gleicht einem wahren „Versicherungsdschungel".
Die Beitragsunterschiede sind immens – so zahlt eine 30jährige Frau für eine Zusatzversicherung ungefähr zwischen 5 und 30 Euro monatlich. Klar ist natürlich, dass eine Versicherung für 5 Euro niemals auch nur annähernd die Leistungen bieten kann wie eine Versicherung für 20 oder 30 Euro.
Bei derartigen „Billigangeboten" orientieren sich die Leistungen im Regelfall an der einfachen und zweckmäßigen Kassenversorgung (der sogenannten „Regelversorgung"). Für die wirklich hochwertigen Zahnersatzversorgungen (z.B. Implantate, Keramikinlays o.Ä.) bieten solche Tarife meist keine oder allenfalls sehr schwache Leistungen. Daher ist von derartigen Lockangeboten eher abzuraten.
Zum einen sollte man darauf achten, dass eine gute Zahnzusatzversicherung auch für hochwertige Zahnersatzversorgungen mindestens 50% leistet, weil gerade bei diesen Versorgungen (z.B. Implantate, Inlays) die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse prozentual sehr gering ausfallen (ca. 10-20%).
Zum anderen muss man auf die Details achten, denn viele Versicherungen begrenzen ihre Leistungen z.B. bei keramischen Verblendungen im Backenzahnbereich oder leisten nicht für einen notwendigen (sehr teuren) Knochenaufbau bei Implantaten.
Auch Zusatzleistungen z.B. für Prophylaxe oder Zahnbehandlung können für den Einzelnen eine Rolle spielen. Wer z.B. ein oder zwei mal im Jahr vom Zahnarzt eine professionelle Zahnreinigung durchführen lässt, ist im Regelfall gut beraten, wenn er eine Versicherung wählt, die auch das einschließt. Das kann sich durchaus lohnen.
Was Viele nicht wissen: auch für den Bereich Zahnbehandlung werden die Kassenleistungen immer weiter reduziert – dazu zählen z.B. Kunststofffüllungen, Wurzel- oder Parodontalbehandlungen. Für eine ordentliche Kunststofffüllung beispielsweise wird i.d.R. eine private Zuzahlung i.H. von ca. 100 bis 150 Euro pro Zahn fällig. Wurzelbehandlungen werden von der gesetzlichen Krankenkasse nur dann übernommen, wenn es sich um einen erhaltungswürdigen Zahn handelt und wenn die Erfolgsaussichten der Behandlung gut einschätzbar sind; andernfalls muss ein Rettungsversuch für den geschädigten Zahn komplett aus eigener Tasche bezahlt werden.
Interessenten für eine Zahnzusatzversicherung sollten vor Abschluss auf auf jeden Fall ausreichend vergleichen und sich beraten lassen, z.B. im Online-Vergleichsportal
www.zahnzusatzversicherung-experten.de. Bei Zahnzusatzversicherungen lohnt es sich im Regelfall, ein bisschen mehr Geld zu investieren und nicht das billigste Angebot zu wählen – letztlich sind die Leistungen entscheidend.
Autor: Maximilian Waizmann, Spezialist für Zahnzusatzversicherungen, München