Angefangen hat diesmal schon früh die Schweizer Versicherung CSS, die im Zahntarif dieses Jahr eine moderate Erhöhung von ca 7 % angibt, nachdem die Versicherten der CSS im letzten Jahr schon eine kräftige Erhöhung um ca 30 % aushalten mussten.
Jetzt gibt auch die Barmenia mit Ihrem Tarif ZG+ eine Erhöhung bekannt. Während die Preise für Kinder und bis zum Altern von 35 Jahren gleich bleiben, erhöht sich der Beitrag für Männer ab 36 um 11 %, für Frauen um ca 10 %.
Es nützt auch nichts, die Versicherung noch dieses Jahr abzuschließen, um der Verteuerung zu entgehen – die Preisanhebung trifft bestehende und neue Verträge.
Der Gang zum Zahnarzt wird ab dem kommenden Jahr deutlich teurer. Eine entsprechende Änderung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) wurde vom Bundeskabinett gebilligt. Die Novelle sieht eine Erhöhung des Honorarvolumens um rund sechs Prozent vor, teilte das Gesundheitsministerium mit. D. h aber auch – die Versicherungen müssen höhere Beträge zahlen. Also müssen sich nicht nur Patienten ohne Zahnversicherung warm anziehen – Sie müssen höhere Beträge beim Zahnarzt für Zahnersatz bezahlen, auch die Zahnversicherungen werden ihre Kosten umlegen, und das bedeutet wiederum, höhere Beiträge.
Die CSS und die Barmenia werden also nicht die einzigen Zahnversicherungen sein, die ihre Beiträge zum 1.1. anheben werden. Ein Wechsel lohnt sich nur, wenn man gesunde Zähne hat und nichts anliegt, aber auch da heisst es gut auswählen, und eine Garantie, dass die gewählte Versicherung demnächst nicht ebenfalls erhöht, gibt es nicht.
Judith Schmied
Geschäftsführer
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