Zahnarztpraxis: Vorsorgeuntersuchungen beginnen bei Kleinkindern
Eltern wissen es aus Erfahrung. Man kann gar nicht früh genug mit den Vorsorgeuntersuchungen für das Neugeborene beginnen. Wie sieht es allerdings mit der Zahngesundheit des Babys aus? Ab wann ist ein Kind reif für eine Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt? In einigen Bundesländern gibt es sogar spezielle Kinderzahnpässe für die Zahnvorsorge. Die ausschlaggebenden Termine für unseren Nachwuchs haben zur Orientierung drei Eckpfeiler: ca. im 6-8. Lebensmonat, also mit dem Durchbruch der 1.Milchzähne, dann wieder im 16.-18. Monat, wenn die ersten Milchbackenzähne durchbrechen und dann noch einmal im 30. Monat. Um diese Zeit sollte das Milchgebiss komplett sein. Vorteile sehen die Zahnmediziner vor allem in der frühzeitigen Heranführung der Kleinkinder an eine Zahnarztpraxis, in der eine angstfreie Beziehung zwischen Arzt und Patient aufgebaut werden kann, und in der wichtigen Aufklärung der Eltern über zielgerichtete Mundhygiene.
Im Laufe des 6. Lebensjahres des Kindes kommen die ersten bleibenden Zähne – die Backenzähne – am Ende der Milchzahnreihe. Deren Reinigung sollte von den Erziehungsberechtigten gut überwacht werden, denn in den Grübchen, in der Fachsprache Fissuren genannt, kann schnell Karies entstehen. Hier kommt der Profi in der Zahnarztpraxis zum Einsatz. Sobald die Kaufläche der Zähne durchgebrochen ist, können sie mit Fluoridlack behandelt werden. Nach dem völligen Durchbruch versiegelt der Zahnarzt die Fissuren mit einem speziellen Lack. Das verringert die Kariesgefahr und ist für den kleinen Patienten, bis auf einen recht intensiven Geschmack, völlig schmerzfrei.
Das komplette Gebiss mit allen bleibenden Zähnen ist mit ca. 12 Jahren erreicht. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich auch viele Kinder schon in kieferorthopädischer Behandlung. Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten, Zahnfehlstellungen zu behandeln. Da oft im kindlichen Gebiss zunächst nicht alle Zähne gut Platz im Kiefer haben, wird hier mit festsitzenden Klammern und aufgeklebten Brackets gearbeitet.
Innerhalb von 1-2 Behandlungsjahren kann der Kieferorthopäde durch eine solche Behandlung die Fehlstellung problemlos beheben. Allerdings gilt auch hier wieder die spezielle und gründliche Pflege als Maßstab. Die Zahnzwischenräume werden wichtig und auch die Nischen zwischen den festgeklebten Brackets sind schwierig zu reinigen. Hier sollte auch mit Zahnseide und speziellen Bürsten gearbeitet werden.
Die Zahnarztpraxis bietet über die gesetzlichen Leistungen hinaus auch einige Annehmlichkeiten. Dazu zählen neben den fast farblosen Brackets, die kaum noch ins Auge fallen, kombiniert mit leichten und schmerzfreien Bögen auch die vierteljährliche Zahnreinigung.
Soviel Annehmlichkeit hat ihren Preis. Damit Sie bei der Zahngesundheit Ihres Nachwuchses von Anfang an auf Nummer sich gehen, empfiehlt sich frühzeitig der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie.
Marco Kraus