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Zahnpflege beginnt im Säuglingalter

Autor: thoha | Erstellt am: 07.11.2011 | Gelesen: 376
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Zahnpflege steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Gesundheit des gesamten Körpers

richtige Zahnpflege
richtige Zahnpflege

Mit der richtigen Zahnpflege kann man keinesfalls früh genug starten: Schon im Säugling- und Kleinkindalter wird der Grundstein für ein gesundes Gebiss gelegt.

Zahnpflege bei den Kleinsten

Das Stillen ist das beste Trainingsprogramm für die Ausbildung der Kaumuskulatur und des Ober- ebenso wie Unterkiefers. Sofern Stillen nicht möglich ist, achten Sie auf Flaschensauger, die ihrem Knirps das Saugen nicht zu einfach machen. Verzichten Sie auf gesüßte Tees oder Säfte. Blitzen die ersten Milchzähne im Mund, beginnt auch die Zahnpflege, denn Karies zerstört Milchzähne erheblich schneller als die Zähne Erwachsener. Im Babyalter lassen sich die Zähne mittels einer Kinderzahnbürste - weiche Borsten, kurzer Bürstenkopf - behutsam reinigen. Nutzen Sie eine zum Beispiel erbsengroße Zahnpastamenge, speziell für Kinder mit einem Fluoridgehalt von 500 ppm. Eine übrige Verabreichung von Fluoridtabletten ist keinesfalls notwendig: In diesem Fall besteht die Bedrohung einer Überversorgung, die die bleibenden Zähne zerstören kann.

Die ersten eigenen Kampagnen

Ab dem Zweiten Altersjahr können Sie ihr Kind auch schon selbst putzen lassen. Es wird wohl motorisch nach wie vor nicht in der Lage sein, alles korrekt zu machen, so aber zeitig an die Zahnpflege herangeführt. Ihr Kind lernt, dass das Zähneputzen so selbstverständlich ist, wie die andere Körperpflege. Auch wenn es unerfreulich ist, sollten Sie zweimal tagtäglich mit fluoridierter Kinderzahnpasta nachputzen.
Noch ein Hinweis: Neugeborene haben keine Karies verursachenden Bakterien. Diese können gleichwohl durch Vorkosten des Breis oder Ablutschen des Schnullers übertragen werden.

Mit gesunden Zähnen Gross werden:
Erst mit 6 bis sieben Jahren ist ihr Kind in der Lage, die richtigen Putzbewegungen auszuführen. Prüfen und helfen Sie ihr Kind aber dennoch hin und wieder, denn wirklich Lust auf Zähneputzen - morgens in Eile und abends müde - haben wohl die wenigsten.

Besondere Achtung brauchen auch die bleibenden Zähne, wenn sie gerade erst durchbrechen: Der Zahnschmelz braucht 3 Jahre, bis er ganz ausgereift und unempfindlich ist. Berücksichtigen Sie auf fluoridierte Kinderzahnpasta (500 ppm Fluoridgehalt), um den dünnen Zahnschmelz der Milchzähne zu schützen. Mit Schulbeginn kann ihr Kind Zahnpasta für Erwachsene (1.000 bis 1.500 ppm Fluoridgehalt) nutzen. Gewöhnen Sie ihr Kind schrittweise an den Zahnarzt, indem Sie es bei ihren eigenen Kontrollbesuchen mitnehmen. Bei solcher Gelegenheit kann ihr Zahnarzt unter anderem einmal einen Blick auf die Zähne ihres Kindes werfen. Er wird ihnen darauffolgend sagen, ab wann er ihr Kind in gleichen Abständen untersuchen möchte. Liegen keine Merkmale vor, wird dies erst ab dem 3. oder 4. Lebensjahr der Fall sein.

Früh geschützt durch Fissurenversiegelung:
Die Backenzähne besitzen auf der Kaufläche Furchen bzw. Fissuren. Selbige sind recht unterschiedlich ausgeprägt und können den idealen Schlupfwinkel für Essensreste und Bakterien bilden. Sind die Fissuren auffällig ausgeprägt, versiegelt der Zahnarzt die Kauflächen vorsorglich mit einem Speziallack. So haben Bakterien keine Möglichkeit, den Zahnschmelz anzugreifen. Diese Versiegelung wird in der Regel im Kindesalter, mit Durchbruch der Backenzähne, durchgeführt.

Was in keinster Weise unerwähnt bleiben sollte:
Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Zahngesundheit nicht isoliert für sich betrachtet werden kann, anstatt in unmittelbarem Zusammenhang mit der Gesundheit des gesamten Körpers steht. Auf diese Weise nimmt man an, dass Parodontitis das Risiko eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts erhöhen kann. Akute wie auch chronische Atemwegserkrankungen gehen nicht selten von Bakterien aus, die auch für Zahnbettentzündungen verantwortlich sind. Gute Gründe folglich, sich stark um die Gesundheit der Zähne zu kümmern.

Thomas Hartmann
www.hv-allgaeu.de
 
 
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