Zusatzversicherung Kieferothopädie für Kinder
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe eine Erinnerung an meine Kindheit mit Zahnspange. Wir alle im Alter zwischen 12 und 15 Jahren plagten uns mehr oder weniger genervt mit den überwiegend herausnehmbaren Hilfsmitteln, die unsere Zähne in Reih und Glied bringen sollten. Nach 1-2 Jahren hatten wir es dann geschafft und das Thema Zahnkorrektur war endlich abgehakt. So oder ähnlich wird es die Generation der heute 40 bis 50-Jährigen in etwa erlebt haben.
Aber auch genau diese Generation hat mittlerweile Kinder in dem Alter, in welchem erneut das Thema kieferorthopädische Behandlung akut ist. Allerdings zeichnet sich hier ein noch viel deutlicher Trend ab als noch vor 30 Jahren. Mittlerweile gibt es fast kein Kind mehr, dass nicht eine Gebiss-Korrektur erfährt. Da gibt es Unter- und Überbisse, zu enge Kiefer und fehlende Eckzähne etc. zu behandeln. Bei einem Unterbiss z. Bsp. kann eine
Zahnkorrektur gar nicht früh genug beginnen. Auch müssen bei Fehlstellungen oft schon im Grundschulalter Milchzähne gezogen werden, die dann eine „Platzhalter-Spange" erfordern, damit sich die angrenzenden Zähne nicht in die Lücke schmiegen. Eltern können oft ein Lied davon singen, wie oft und wie lange sie ihre minderjährigen Kinder zu dieser Behandlung begleiten in schier endlosen regelmäßigen Terminen. Gehörten früher schon herausnehmbare Spangen zur Standardbehandlung jeder Kindheit, gibt es heute fast nur noch fest installierte Brackets.
Die Kinder sind selten begeistert über diese Behandlung, da sie oft zunächst unangenehm und aufwendig in der Zahnpflege ist. Aber dafür sind selbst schwierigste Fehlstellungen wunderbar zu korrigieren. Und es gibt heute viel mehr Möglichkeiten, diese festen Brackets optisch ansprechender zu gestalten. Sogar sehr helle, kleine und fast kaum sichtbare Versionen gibt es hier. Allerdings hat dies auch seinen Preis. Meist möchten Eltern ihren Kinder eine unbeschwerte Kindheit ermöglichen und sie auch behutsam in der Zeit der Pubertät begleiten. Wenn die Pickel sprießen und sich auch sonst der ganze Körper verändert, ist das Selbstbewusstsein sehr empfindlich. Wenn dann auch noch eine optisch voluminöse Zahnspange im Mund dazukommt, sind sowohl Kinder als auch Eltern geknickt. Und dennoch: Bei mehr als einem Kind können sich Kosten für Zahnregulierung mit einem hohen Eigenanteil enorm in die Höhe schrauben. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich viele Familien schon rechtzeitig in den ersten Lebensjahren des Kindes um eine Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie kümmern. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Kind keine Behandlung benötigt, ist mehr als gering.
Marco Kraus