Zahngesundheit bei der jetzigen Kindergeneration
Mittlerweile kennen wir alle die Tatsache, dass Zucker unsere Zähne angreift und Karies verursacht. Daher werden wir schnell aktiv, wenn wir viel Süßes gegessen haben und putzen unsere Zähne ausgiebig – am besten ja gleich nach jedem Essen. Aber zu jeder Regel gibt es Ausnahmen. Stark säurehaltige Lebensmittel wie Fruchtsäfte und saures Obst, z. Bsp. Apfel oder Pampelmuse, greifen den Zahnschmelz heftig an. Unser Speichel ist aber in der Lage, diese Säureangriffe abzwehren. Dazu muss man ihm allerdings mindestens 30 Minuten nach Verzehr dieser Speisen Zeit geben, bevor man mit der Reinigung der Zähne beginnt. Sicherlich hat sich bei der jetzigen Kindergeneration auch eine deutliche Besserung in Sachen Karies und Zahngesundheit abgezeichnet.
Die vor Jahren noch gängigen Plomben, die im Mund die Zähne so unästhetisch grau und dunkel färbten, sind fast gänzlich verbannt und wurden gegen Keramikfüllungen ausgetauscht. Davon profitiert eine ganze Generation. Aber was kann man zusätzlich tun, um die Zähne lange weiß und strahlend und rundum gesund zu erhalten? Wir können schön mit der Wahl unserer Lebensmittel beginnen. Gut für die Zähne ist nachgewiesener Maßen der Verzehr von Milch- und Joghurt-Produkten. Hier gilt allerdings Vorsicht. Wählen Sie möglichst unbehandelte Produkte, d.h. ohne Zusatz von Süßungsmitteln. Besonders günstig für die Gesunderhaltung der Zähne hat sich Käse erwiesen. Daher punktet Ihr Körper doppelt. Die Zähne erhalten durch eine eiweiß- und damit kalziumreiche Ernährung die nötigen Hilfsmittel, die sie brauchen. Und Ihre Muskeln freuen sich auch über die Art der Energiezufuhr. Langjährige Studienergebnisse kommen immer wieder zu dem Schluss, dass eine eiweißreiche Ernährung auch beim Abnehmen hilft.
Hätten Sie gedacht, dass auch Salziges den Zahnschmelz angreift? Kartoffelchips und Salzstangen, aber auch Cornflakes, erhöhen das Kariesrisiko. Denn die in den Produkten enthaltene Stärke wird von den Mundbakterien ebenfalls zu Einfachzucker abgebaut und dabei in Säuren umgewandelt. Aber wo stecken noch versteckte Zucker? In gesüßten Getränken wie Cola und Fanta stecken bis zu 36 Zuckerwürfel pro Liter. Ein Liter Tomatenketchup enthält sogar 86 Stücke. Gibt es eine Alternative zum gemeinen Zucker? Die häufig in der Werbung propagierten Austauschstoffe sind keine wirkliche Alternative. Sie sind für den gesamten Organismus nicht zu empfehlen und können auch nicht die Lust auf Süßes bremsen. Eine mögliche Lösung ist hierbei noch ein zuckerfreies Kaugummi nach dem Essen. Sie stimulieren den Speichelfluss und schützen daher vor Kariesbefall.
Marco Kraus