Kork ist uns allen im Alltag schon oft begegnet. So gibt es Korkböden oder Korkverschlüsse, zum Beispiel bei Sektflaschen. In der Fischerei wird Kork an Angeln benutzt und früher haben Kinder mit einem Korkring Schwimmen gelernt, da Kork als Schwimmer dient. Kork wird aber auch als Dämmstoff verwendet, heute aber mehr in ärmeren Gegenden Europas, wo diese Dämmung noch kostengünstig ist. Kork ist ein Naturmaterial aus der Rinde eines Baumes, im allgemeinen Verständnis ist hierbei oft die Korkeiche gemeint. Heutzutage ist in Vergessenheit geraten, dass man Kork früher oft als Bau- und Wärmedämmstoff benutzt hat.
Heute ist das auch noch in südlichen Ländern der Fall. Da
Kork ein nachwachsender Rohstoff aus der Natur ist, ist er nicht endlich verfügbar, genau wie bei anderen Rohstoffen wie Erdöl etc. Deshalb ist man bei Flaschenverschlüssen (Sekt, Wein etc.) dazu übergegangen, diese Verschlüsse aus Plastik zu fertigen. Kork wird auch recycelt. Es gibt viele Recycling-Sammelstellen, wo man z.B. seine Kork-Flaschenverschlüsse kostenlos abgeben kann, genau wie bei Batterien, die leer sind. Aus den Resten der Flaschenkorkenproduktion können noch andere Korkprodukte hergestellt werden.
Noch vor 20 Jahren waren Korkböden in Privatwohnungen weit verbreitet. Dies ist etwas aus der Mode gekommen. Dabei ist Kork ein sehr angenehmer Bodenbelag, er ist weich und nicht kalt, deshalb kann man auch barfuss drüber laufen. Allerdings sind die Korkpreise als Fußbodenbelag in den letzten Jahren explodiert, eben weil die Korkproduktion zurückgegangen ist. Die Verknappung des Angebots lässt dann den Preis steigen. Deshalb wird Kork immer weniger als Bodenbelag verwendet.
Schätzungsweise wird es in 20, 30 Jahren kaum noch Kork als Material geben bzw. es wird dann kaum noch produziert. Chemische Materialien wie Plastik etc. sind weiter auf dem Vormarsch. Allerdings sind diese Materialien nicht besonders umweltverträglich und deshalb gegenüber dem
Kork erheblich im Nachteil, auch wenn Plastik inzwischen recycelt wird.