Wohnfläche nach Bundesland
Im Jahr 2009 (Stand: 31.12.2009) gab es in Deutschland insgesamt 39 390 468 Wohnungen, davon entfielen 30 690 007 Wohnungen auf das frühere Bundesgebiet und 8 700 461 auf die neuen Länder und Berlin. Keine Überraschungen gibt es in Bezug auf die Einwohnerzahl. Diese betrug 65 541 Millionen im früheren Bundesgebiet und 16 461 Millionen in den neuen Ländern und Berlin. Die Gesamtbevölkerungszahl in Deutschland belief sich auf 82,02 Mio. Einwohner. Vergleicht man die Zahl der Wohnungen mit dem der Bevölkerungsstand, so ergibt sich ein Durchschnitt von 2,08 Haushaltsmitgliedern pro Wohnung. In den alten Bundesländern liegt er leicht über dem Bundesdurchschnitt (2,13 Personen pro Wohnung). In den neuen Ländern und Berlin leben durchschnittlich 1,9 Personen in einer Wohnung.
Die bevölkerungsreichsten Länder waren 2009 wie auch in den Vorjahren Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Die Schlusslichter bilden Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland und Bremen.
Die Zahl der Wohnungen verhält sich in den Bundesländern weitgehend proportional zur Einwohnerzahl. Das bedeutet, die Bundesländer mit der höchsten Einwohnerzahl wiesen auch die höchste Anzahl an Wohnungen auf. Die Ausnahme bilden Sachsen-Anhalt und Brandenburg. In Brandenburg leben etwa 240 000 mehr Menschen als in Sachsen-Anhalt, aber es gibt etwa 200 000 Wohnungen weniger.
Die durchschnittliche Wohnfläche in Deutschland beträgt 86,6 m² je Wohnung. Im früheren Bundesgebiet liegt sie bei 90,3 m², in den neuen Ländern und Berlin bei durchschnittlich 73,3 m².
Den Einwohnern des früheren Bundesgebiets haben demnach in ihren Wohnungen durchschnittlich 17 Quadratmeter mehr Wohnfläche zur Verfügung, was etwa der Größe eines Zimmers entspricht. Die großzügigsten Wohnungen Deutschlands befinden sich in Rheinland-Pfalz, gefolgt vom Saarland. Hier beträgt die durchschnittliche Quadratmeterzahl 98,8 m² bzw. 97,6 m². Weitere Bundesländer mit einer Wohnfläche von über 90m² sind, in absteigender Reihenfolge: Niedersachsen, Bayern, Baden-Württemberg und Hessen - alles Bundesländer auf dem früheren Bundesgebiet.
Die niedrigste durchschnittliche Quadratmeterzahl liegt bei 70 m² und ist für Sachsen verzeichnet. In den Stadtstaaten, in denen der Wohnraum aufgrund der begrenzten Fläche und teilweise relativ hohen Einwohnerzahl (Berlin) eingeschränkt ist, erreicht die Quadratmeterzahl durchschnittlich nicht über 77 m² (Bremen). Die durchschnittliche Fläche bei
Wohnungen in Hamburg liegt bei 72,3 m² und bei
Wohnungen in Berlin muss man mit 70,4 m² rechnen.
Insgesamt standen im Jahr 2009 in Deutschland 3,5 Mrd. m² an Wohnfläche zur Verfügung. Davon entfielen 2,7 Mrd. m² auf das frühere Bundesgebiet und 6,4 Mrd. m² auf die neuen Länder und Berlin. Die Einwohner des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen verfügten 2009 mit insgesamt 7,16 Mrd. m² über mehr Wohnfläche als die Einwohner Berlins, Sachsens, Thüringens, Mecklenburg-Vorpommerns und Sachsen-Anhalts zusammen (6,4 Mrd. m²).
Das Saarland, das Bundesland, in dem die Wohnungen nach Rheinland-Pfalz am größten sind, verfügte über etwa 5 Mio. m² Wohnfläche, womit es sich in dieser Kategorie zwischen Hamburg und Bremen befindet.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Wohnungen im früheren Bundesgebiet durchschnittlich größer sind als in den neuen Ländern und Berlin. Darunter sind die Wohnungen im Süden Deutschlands - mit Ausnahme Niedersachsens - generell größer als im restlichen Bundesgebiet. Wer deutschlandweit auf Wohnungssuche ist und seine Chancen auf eine größere Wohnung erhöhen möchte, sollte sich im Süden und in Niedersachsen umsehen. Über die Quadratmeterpreise sagt dies freilich nichts aus.
Karoline Spiessl