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Wohn-Riester oder Riester-Rente? Verbraucher sind verunsichert.

Autor: finpro | Erstellt am: 05.09.2010 | Gelesen: 892
Kategorie: Geld - Versicherung & Vorsorge | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Eine Übersicht der Vor- und Nachteile beider Riester-Formen sowie eine Beschreibung der Zielgruppen

Seit die Bundesregierung in 2001 die Riester-Rente eingeführt hat, gehört diese zu den am häufigsten abgeschlossenen Altersvorsorgeverträgen überhaupt. Banken, Versicherungen und freie Vertriebe haben die Vorlage der Bundesregierung gerne aufgenommen und massiv Riester-Verträge vermittelt. Im ersten Quartal 2010 lag die Anzahl der abgeschlossenen Verträge bei rund 13,5 Millionen.

Nun gibt es eine ähnliche Entwicklung bei dem in 2008 eingeführten Wohn-Riester (Eigenheimrente). Da die eigene Immobilie auch eine Art der Altersvorsorge ist, fördert der Staat nun auch den Erwerb oder die Herstellung von selbstgenutztem Wohneigentum. Im ersten Quartal 2010 hatten die Deutschen rund 500.000 Verträge abgeschlossen.

Durch die zusätzlichen Möglichkeiten ist die Entscheidungsfindung für den Verbraucher komplizierter geworden. Es kann nun nicht mehr nur zwischen den verschiedenen Formen der Riester-Rentenversicherungen mit unterschiedlichen Garantiemodellen oder dem Riester-Banksparplan gewählt werden. Es gilt zunächst eine Auswahl zwischen der Riester-Rente und dem Wohn-Riester zu treffen. Die Empfehlung für die eine oder die andere Art der Riester-Vorsorge hängt manchmal auch eher von dem Anbieter als von den tatsächlichen Kundenbedürfnissen ab. Dabei gibt es durch die Eigenschaften des Wohn-Riester eine einfache Orientierungshilfe, um zu einer Entscheidung zu kommen.

Der Wohn-Riester lohnt sich für diejenigen, die in der Zukunft die feste Absicht haben, selbstgenutztes Wohneigentum anzuschaffen (Riester-Bausparvertrag) oder heute schon Wohneigentum anschaffen möchten (Riester-Immobiliendarlehen). Schließt man einen Riester-Bausparvertrag ab und nimmt das Bauspardarlehen nie in Anspruch, ist ein solcher Vertrag durch die geringe Verzinsung nachteilig. Wichtig ist auch, sich mit den Bedingungen für die staatliche Förderung auseinanderzusetzen. Nur wer davon ausgeht, diese Bedingungen auch erfüllen zu können, sollte einen Wohn-Riester abschließen.

Personen ohne die feste Absicht Wohneigentum anzuschaffen oder herzustellen, sollten sich daher besser für eine Riester-Rentenversicherung oder einen Riester-Banksparplan entscheiden.

Vor dem Abschluss eines Vertrages sollte natürlich zunächst festgestellt werden, ob eine zusätzliche Vorsorge überhaupt benötigt wird und ob eine Riester-Vorsorge für die jeweilige Situation des Verbrauchers die richtige Wahl ist.

Philipp Fey
 
 
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