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Wohin geht es mit Syrien?

Autor: Toma | Erstellt am: 21.01.2009 | Gelesen: 1323
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Angriff auf einen Priester in der syrischen Stadt Qasmishli. In ihren Ursiedlungsgebieten werden die assyrischen Christen Ziel von Angriffen. Der staatliche Schutz wird gesucht!

Angesichts der fatalen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Syrien, wird eine Stärkung extremistischer Strömungen und Geisteshaltungen innerhalb der syrischen Gesellschaft beobachtet. So wird die Popularität von extremistischen Organisationen wie Hisbollah, Hamas und andere ähnlich in ihrer reaktionären und fanatischen Denkrichtung agierenden religiös-nationalistisch Organisationen sehr befürchtet.

Ferner spitzen sich die wirtschaftlichen Probleme der syrischen Bevölkerung in Folgevon Inflation und Armut, dass der fanatischen Geisteshaltung fruchtbare Nährböden geboten wird. Diese drucken sich in Angriffe gegen Christen und Nichtaraber aus. Mit Bestürzung haben die Assyrer die Nachricht über den Angriff auf den syrischorthodoxen Priester Saliba (Rimon) Musa Abdala in der Stadt Qamishli im syrischen Mesopotamien gehört. Laut dem Priester soll der Täter christliche Geistige dazu verdächtig haben, diese hätten dazu angestiftet, Muslime zu töten, wie die Kirche es früher bei den Kreuzzügen getan haben sollte.

Bis jetzt konnten die sonst sehr schlagkräftig tätigen syrischen Geheimdienste, den Täter weder verhaften noch identifizieren. Wobei sich dieser meines Erachtens nur in islamischen und in anderen fanatischen Kreisen zu finden ist.

Die syrischen Christen wandern seit ca. 30 Jahren stark aus dem Land. Dies geschieht im Zuge der Arabisierungspolitik und in Folge der weiteren Politik der Baath-Partei. Diese Anschläge verunsichern die Christen im Allgemeinen und lassen die Urbevölkerung dieses Landes aus ihre Ursiedlungsgebiete vertreiben. Das Fehlen des Dauerschutzes sowie die haltende Instabilität der Sicherheitslage in der Jezireh im Nordosten Syriens, würde Gebiet Ihre assyrische/Suryoyo Identität mit der Zeit berauben. Das Land wird dann treue und loyale Bürger verlieren, die vieles zur politischen und gesellschaftlichen Stabilität, sowie Beibehaltung der wahren Identität Syriens und zur Einheit des Landes beitragen können.

Doch es werfen sich viele Fragen in den Raum: Warum hat die offizielle syrische Kirche bis jetzt nichts darüber berichtet oder die Tat verurteilt? Hat die Kirche die staatlichen Behörden an ihren Aufgaben erinnert? Verfolgt die Kirche die Untersuchungen? Was haben die örtlich agierenden assyrischen Organisationen zur Beruhigungen der assyrischen Straße getan und welche Schritte wollen sie unternehmen, die zur Identifizierung des Täters helfen? Was können diese machen, dass sich solche Angriffe in der Zukunft nicht häufen.

Hier geht es nicht nur darum das indigene Volk Syriens zu schützen, sondern auch darum, eine Eskalation zu vermeiden, die dann zu Unruhen gegen Christen verursachen können. Wie wir es in der asssyrischen Stadt Derik erlebt haben. Es stellt sich erneut die Frage, ob das Regime die Urbevölkerung Syriens und Mesopotamiens auf Dauer schützen kann und will.

Ich appelliere an liberale Christen und Muslime Araber, Assyrer und andere diese Tat zu verurteilen und zu Toleranz, Rechtsstaatlichkeit und gegen Extremismus und Fundamentalismus aufzurufen.

Raif Toma
 
 
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comment Kommentare von Besucher !

Gepostet von mounir am 19.02.2009
Da geb ich dir recht den ein Syrien ohne Christen kann ich mir besten willens nicht vorstellen.







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