Stelle Dir vor, dass bereits jeder Gedanke, jedes Gefühl, jede Wunschvorstellung von Dir ein Energiepotenzial ist, welches in sich die Möglichkeit birgt, zur Realität zu werden. Nur ein Bruchteil hiervon aber erscheint tatsächlich auf der Erdenbühne. Aber was ist mit diesen Energiepotenzialen? Sie gehen nie verloren und werden ewig als geistige Kreationen existieren. Es sind unsere sogenannten "Wahrscheinlichkeiten". Sie bilden ein riesiges Gitternetz aus Energie und könnten jederzeit zur Realitätsbildung beitragen. Wie man das nutzen kann, ist ein weiteres Thema für sich.
Wenn sich nun ein medial begabter Mensch mit Hilfsmitteln, wie Karten, Pendel, Orakel, Glaskugel etc. auf die Suche nach der "Wahrheit" begibt, ohne die gesamte Energie des Klienten zu fühlen und zu unterscheiden, in welchen der vielen Potenzialen dieser sich aufhält, ist es schnell möglich, in irgendeine Wahrscheinlichkeit einzutauchen, die gar nicht zwingend eine Realität werden muss. Das führt dann zu einer Enttäuschung des Klienten, der sich dann meist auf die Suche nach einem anderen Wahrsager begibt oder aber den Ersteren ständig neu befragt.
Solange ein Medium noch selbst mit sich in Problemen steckt, sich in der Polarität des Wertens befindet und nicht für sich selbst klar sieht, ist immer eine Wahrscheinlichkeit gegeben, dass es seine eigene Unvollkommenheit in das Wahrsagen pojiziert. Es glaubt, die Wahrheit zu erfassen, unterliegt jedoch einer Täuschung. In diesem Licht sind auch die Prophezeiungen von z.B. Nostradamos zu betrachten, die sich eben auch nicht alle erfüllt haben.
Selbst wenn ein medial begabter Mensch sich nur auf seine inneren Impulse verlässt, stellt sich immer noch die Frage, wodurch diese entstanden sind. Auch Channelings sind so einzuordnen. Ein Channeler kann sich sehr schnell selbst channeln oder Energien anziehen, die ihm selbst entsprechen, obwohl er glaubt, XY habe sich ihm aus dem Universum präsentiert.
Im Übrigen sollte stets das Ziel des Wahrsagers sein, den Klienten auf seine Potenziale aufmerksam zu machen und ihm den Weg dahin aufzuzeigen, damit dieser dadurch Schritt für Schritt zu den Zielen findet, ohne dass Abhängigkeiten entstehen. Der Klient bleibt sonst in seinem Hamsterrad stecken.
Lies hierzu auch als Ergänzung noch den Artikel "Woran erkenne ich ein klares Medium?".
Ralph-Dietmar Stief, Ganzheitlicher Therapeut
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