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Wirtschaftswachstum: Wenn nur noch die Phantasien sprießen

Autor: HansKolpak | Erstellt am: 28.12.2009 | Gelesen: 586
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Ob eine elitäre Führungskraft 10.000 Euro täglich oder nur 5.000 Euro täglich hat, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, ist marginal. Es wird und soll immer Arme und Reiche geben.

Auch in den Wirtschaftswissenschaften ist die Wahrheit von heute der Irrtum von morgen. Doch selbst Mammutbäume wachsen nicht in den Himmel, nicht einmal nach 1.000 Jahren. Der Turmbau zu Babel ist ein passendes Bild für vermessene Menschen, die vergessen wollen, in welch einer Welt sie leben. Bill Bonner [1] schreibt am 28. Dezember 2009: "... jetzt rechnet die Welt mit deutlich mehr als mit der Schuldenblase der Verbraucher ab. Sie rechnet mit einer Krise auf Rädern ab ... mit dem Ende der Ära der Verbraucherausgaben. Ich weiß nicht, was für eine Welt ihren Platz einnehmen wird. Aber es wird nicht die sein, die die Regierungsvertreter so verzweifelt zu retten versuchen." Europäer in ihrer Heimat und im Wahnsinn des Kolonialismus und der Sklaverei haben immer noch nicht verstanden, daß die Sonne morgens auf und abends untergeht.

Ein Tag ist begrenzt. Sie haben immer noch nicht verstanden, daß ein Mensch geboren wird und 60 bis 120 Jahre später stirbt. Die Lebensspanne ist begrenzt. Sie verstehen nicht, daß eine Flasche Wasser in der Wüste genauso einfach zu leeren ist, wie ein Glas Wasser in einer Gaststätte. Der Inhalt eines Gefässes ist begrenzt. Im Mittelalter Europas haben Raubritter Unbewaffnete bestohlen. Heute betrügen Wirtschaftskriminelle abhängig Beschäftigte durch Preise, Steuern und Abgaben um den Wert ihrer Arbeitskraft. Doch selbst Unternehmer werden durch Verbände und Behörden gegängelt und ausgesaugt. Dem kann nur entfliehen, wer ohne Arbeit Einkommen aus Zinseszinsen bezieht. Diese kleine Gruppe von Kreditgebern erzielt durch Zinseinnahmen allein mehr Einkommen, als sie für ihren Lebensstandardard ausgeben. Daß ein Unternehmen allein Riesengewinne erzielt, ist eine seltene Ausnahme.

Die meisten Unternehmen aller Größen können sich halten, während die Anzahl an Konkursen durch Zahlungsunfähigkeit immer schneller zunimmt. Auch Unternehmer glauben an das Märchen von nützlichen Krediten, weil das sogenannte Wirtschaftswachstum Zins und Zinseszins abdeckt. Das ist falsch. Korrekt ist, daß ein Mensch dem anderen Geld aus der Tasche zieht. Ein Wachstum findet nicht statt. Wenn mehr DVDs gekauft werden, geht der Umsatz mit VHS zurück. Es ist ein Wandel. Es ist bedeutungslos, ob auf der Erde 7 Milliarden oder 19 Milliarden Menschen oder mehr leben. Die Verlogenheit der Wachstumspropheten beruht nur auf dem Diebstahl an Unterlegenen und der Ausbeutung von Schwachen. Dieses verlogene Wirtschaftssystem wird aufrechterhalten von einer Elite von Lügnern und Betrügern, die finanziell profitieren. Die Kühe, die gemolken werden, halten still und die Ungebildeten erkennen keine Zusammenhänge. Sie fügen sich in ihr Schicksal. Nur wenn sich das Bewußtsein für diese natürlichen Gegebenheiten auf diesem Planeten in das Bewußtsein von immer mehr Menschen entwickelt, hören auch die Ärmsten der Armen auf zu hungern und zu dürsten. Ob eine elitäre Führungskraft 10.000 Euro täglich oder nur 5.000 Euro täglich hat, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, ist marginal.

Es wird und soll immer Arme und Reiche geben. Doch die Armen sollen ihr menschenwürdiges Auskommen haben - ganz gleich, wie dieses definiert ist. Eine solche menschliche Gesellschaft hört auf, Verteilungskriege zu führen. Sie findet neue Möglichkeiten, sich zu beschäftigen und zu entwickeln.

Quellen: [1] enl.fid-newsletter.de/public/read_message.jsp?tsp=1261981830599&custid=6083&uid=2071098369&sig=EMMMOJKGKMLMCDLF&mid=200153834

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