Ohne Gewichtung geht nichts
Beide, d.h. Wirtschaftsförderung und Standortanalyse, bedingen und befruchten sich gegenseitig. Beide Seiten begründen sich auf dem gemeinsamen Fundament der Standortfaktoren. Standortprozesse sind komplex und werden von zahlreichen, manchmal nur schwer oder nur indirekt wahrnehmbaren Faktoren beeinflusst, die gelegentlich nicht vorhergesehene oder einkalkulierte Konsequenzen mit sich bringen.
Unmöglich, das Standortgeschehen mit allen Facetten ohne Transparenz schaffende Hilfen zu überschauen und quasi nur „aus dem Bauch" zu steuern. Die Elemente aller Standortphänomene sind Standortfaktoren, gewissermaßen die Ursprungsmaterie, aus der sich das aktuelle Standortgeschehen ableitet und entwickelt. Es kommt darauf an, diese komplexen Elementarteile und -energien des Standortes ausfindig zu machen, genau zu lokalisieren, möglichst detailliert quantifizierbar zu machen und die vielfältigen Wirkungs- und Kräftebeziehungen untereinander offenzulegen. Beispielsweise geht es dabei um Sachverhalten wie: Positionierung im Gesamtzusammenhang, Identifizieren der Standortfaktoren, gemeinsamer Nenner der Standortfaktoren, Liste der Standortfaktoren, Vielfalt der Standortfaktoren erfragen und erfassen, Segmentieren und Bündeln der Standortfaktoren, Grundzüge der Segmentierung, Rasterung von Standort-Aktionsfeldern, Makro- und Mikrosegmentierung, Regelkreis Segmentierung, Standortfaktoren-Fundament mit Cluster-Zuordnung, Kurzbeschreibung Standortfaktoren-Cluster, Gewichten der Standortfaktoren, Standortfaktoren-Cluster gewichten, Faktoren innerhalb Gesamt-Standort gewichten, Faktoren innerhalb ihrer Cluster gewichten, gewichtete Standortvergleiche, Hintergrund für Standortvergleiche, Merkmale für Gewichtungsverfahren, Bewertungsschema nach Prozenten oder Punkten, Bewerten ohne Gewichte, Standortvergleich mit einfacher Gewichtung, Standortvergleich mit zweifacher Gewichtung, Standort-Bewertungsprofil, Wirkungsbeziehungen und Potenziale, Standort-Indikatoren, Standort-Focus auf Einzelfaktoren. Vgl. hierzu auch Jörg Becker: Wirtschaftsförderung und Standortanalyse – Standortfaktoren identifizieren, bündeln, gewichten, ISBN 978-3-8370-9038-3
Listen, d.h. auch solche von Standortfaktoren, üben auf ihren Betrachter häufig eine unerklärliche Faszination aus (z.B. die Liste der größten Deutschen, die Liste der besten Ärzte usw.). Eine Liste der Standortfaktoren bietet Anreize zur Vollständigkeit. Eine weitere Konsequenz besteht darin, alle Standortfaktoren einmal genau zu hinterfragen und eine Meinung über sie zu artikulieren. Viel Transparenz bei Standortfaktoren sorgt für eine bessere Qualität als nur ein unausgesprochenes Bauchgefühl. In unruhigen Zeiten bleibt auch unter Entscheidungsdruck immer der Rückhalt eines sicheren Fundaments, von dem ausgehend Standortanalysen aufgebaut werden können. Die vollständige Definition der Standortfaktoren ist nicht nur der erste, sondern auch größte Schritt, um hieraus eine Standortbilanz entwickeln zu können. Mit der gleichzeitigen Gewichtung wird sichergestellt, dass man sich die unterschiedliche Bedeutung einzelner Standortfaktoren vor Augen führt und bewusst macht. Mit der mehrstufigen Gewichtung lässt sich vermeiden, dass auf einen kurzen ersten Blick vielleicht falsche Eindrücke entstehen und man in die Falle einer statistischen Fehlinterpretation gerät. Vgl. hierzu auch Jörg Becker: Wirtschaftsförderung und Standortanalyse – Standortfaktoren identifizieren, bündeln, gewichten, ISBN 978-3-8370-9038-3.
Jörg Becker
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