Wirtschaftsförderung befasst sich, möglichst in gestaltender Weise, mit Standortfaktoren. Wirtschaftsförderung ist somit eng mit dem Blutkreislauf des Standortes verbunden. Man hat es mit einem Geflecht aus dynamischen, sich gegenseitig beeinflussenden Wirkungsbeziehungen zu tun. Jedoch wäre diese komplexe Struktur kein Entlastungsgrund für plan- und zielloses Handeln.
Der Standort wäre also gut beraten, sich ein umfassendes Rahmengerüst zu schaffen, innerhalb dessen zukünftige Entwicklungen auf einer einheitlichen Kommunikationsplattform mit einer durchgängig bruchfreien Systematik diskutiert, abstimmfähig gemacht und dann auch entschieden werden könnten. Eine Möglichkeit hierzu bietet die ebenso umfassende wie transparente Vorgehensweise mit Hilfe einer Standortbilanz. Existenzgründungen sind praktisch die Keimzelle und das Saatgut für das lebendige Fortbestehen des Standortes. Sie ergänzen und erneuern reife Marktsegmente, sie erschließen Ideenpotentiale und eröffnen neue Chancen nicht nur für sich selbst, sondern nicht zuletzt auch für den Standort als Ganzes. Wenn also Wirtschaftsförderung in seinem eigentlichen Sinn seiner beiden Worthälften verstanden werden soll, so könnte dieses bestens als flexibel agierendes Tandem mit den Existenzgründungen gelingen. Im Rahmen einer Standortbilanz vgl. hierzu Becker, Jörg: Wirtschaftsförderung als Business Enabler ISBN 9783839108338.
Um mittel- und langfristig für den Standort mehr qualifizierte Unternehmensgründungen für den Standort anzuziehen, müssen Behörden und Organisationen mit den kommunalpolitisch Verantwortlichen eng zusammenarbeiten. Hierfür trägt die Wirtschaftsförderung innerhalb ihrer Möglichkeiten eine besondere Verantwortung. Über alle konkret anzugehenden Maßnahmen hinaus besteht grundsätzlich Handlungsbedarf, an möglichen Verbesserungen für ein gutes Klima der unternehmerischen Selbständigkeit zu arbeiten. Die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen müssen eine größere Rolle im Gesamtsystem der Wirtschaftsförderung einnehmen. Einzelthemen wären u.a.: Positionierung im Gesamtzusammenhang, Rollenverständnis nach Machbarkeit, Faktorengerüst auf dem der Standort ruht, Situation aus dem Blickwinkel einer Standortbilanz, wie ist es um Mittelstandorientierung bestellt ?, Umsetzung der Qualitätsprofile in 4-Feld-Portfolios, Bürokratieabbau des Gründungsprozesses, Existenzgründung im Wirkungsfeld des Standortes, Wirtschaftsförderung-Motto: einfacher gründen, Taktische Orientierungshilfen, Person des Gründers als Wertetreiber, Geschäftskonzept im Szenario-Trichter, Kapital der Kundenbeziehungen, Liquidität mit Sicherheitspolster, Intellektuelles Kapital als Stärke, Risiko mit Augenmaß, Potential-Hinweise aus der Standortbilanz. Im Rahmen einer Standortbilanz vgl. hierzu Becker, Jörg: Wirtschaftsförderung als Business Enabler ISBN 9783839108338.
Die Wirtschaftsförderung sollte eine gestaltende Rolle wahrnehmen und ist deshalb für die Entwicklung eines Standortes von zentraler Bedeutung. Ein Blick in die kommunale Haushaltsplanung macht jedoch deutlich, dass bereits die finanzielle und personelle Ausstattung diesem Tatbestand nicht immer voll Rechnung zu tragen vermag. Für die Wirtschaftsförderung des Standortes geht es im Bereich Existenzgründung weniger um Bereitsstellung von ohnehin meist nicht vorhandenen Geldmitteln, sondern vor allem um das Beiseiteschaffen von Hindernissen, um den wirklichen Abbau von oft beklagten Bürokratiebremsen. Mit einem solchen Rollenverständnis als Enabler von Geschäftsvorhaben könnte die Wirtschaftsförderung manche Pluspunkte sowohl für sich als auch für den Standort insgesamt auf der Habenseite verbuchen. Im Rahmen einer Standortbilanz vgl. hierzu Becker, Jörg: Wirtschaftsförderung als Business Enabler ISBN 9783839108338
Jörg Becker
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