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Wirtschaftsfachmann übt Kritik an Energieriesen und empfiehlt Öko-Strom

Autor: JueOrt | Erstellt am: 16.02.2010 | Gelesen: 654
Kategorie: Energie - Klima & Umwelt | Bewertung: rateArateArateArateArateA
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(Online-Artikel.de) - RWE pumpt Millionen in energieintensives Delfinarium

RWE sponsort Energiefresser Delfinarium
RWE sponsort Energiefresser Delfinarium
Hagen-Westf./Essen 16.02.2010 - Nachdem Infratest in einer Studie festgestellt hat, dass jeder zweite Kunde der Stromkonzerne RWE, Eon, EnBW und Vattenfall überlegt, den Anbieter vordringlich aus Preisgründen zu wechseln, ermutigt der Wirtschaftsfachmann und Steuerberater Jürgen Ortmüller aus Hagen/Westf. die Verbraucher zu einem Anbieterkarussel, das auch das Umweltverhalten der Stromriesen berücksichtigen solle.

Das Internetportal Verivox vergleiche täglich über 9000 Stromtarife und ein kostenloser Wechsel dauere nur wenige Minuten und sei völlig unproblematisch, so Ortmüller. Dabei bietet Vervox als Serviceleistung auch einen Ökostrom-Vergleichsrechner an. Bei Ökostromprodukten wird auf eine Beimischung von Strom aus Kernkraftwerken verzichtet und zu 100 Prozent auf regenerative Energien aus Wasserkraftwerken und Windanlagen, zu geringen Anteilen aus Solarenergie, Erdwärme und Biomasse gesetzt. Ein Ökostromtarif der Konzernriesen bezieht allerdings zusätzlich die Kosten der gelieferten Energie von Atom- und Kohlekraftwerken mit ein.

Zu den bekanntesten Ökostromanbietern in Deutschland zählen Lichtblick, Greenpeace Energy, EW Schönau, Entega und die Strommixer. Verivox weist darauf hin, dass der Verbraucherbeitrag darin liege, dass durch den teilweise teureren Ökostrom-Tarif Investitionen in neue regenerative Anlagen unterstützt werden, um den Stromsee langfristig von fossilen und atomaren Energien zu befreien und den Strommix zu verbessern. Vergleiche würden zeigen, dass Ökostromtarife oftmals günstiger als die Standard- oder Grundversorgungstarife der lokalen Versorger sind. So könne man Geld sparen und trotzdem die Umwelt schützen.

Wirtschaftsexperte Ortmüller will aber auch das individuelle Umweltverhalten der Energieriesen gewürdigt haben: „Insbesondere die RWE haben sich in den vergangenen Jahren nicht mit Verbraucher- und Umweltruhm bekleckert. Zusätzlich zu mehreren Ermittlungsverfahren des Kartellamtes wegen möglicher Preisabsprachen, die zwar wieder eingestellt wurden, pumpt die RWE Rhein-Ruhr AG seit dem Jahr 2008 insgesamt 5 Millionen Euro in das energieintensive RWE-Delfinarium im Duisburger Zoo. Solche unsinnigen Sponsorenleistungen sollten lieber der Umwelt und damit allen Verbrauchern zu Gute kommen, zumal Delfinarien Auslaufmodelle im Sinne des Artenschutzes sind."
 
Journal Society GmbH
Presseagentur
 
 
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