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Wirtschaftsexperten aus Bonn verkaufen weniger

Autor: jfrankebo | Erstellt am: 20.05.2011 | Gelesen: 338
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Bonner Verlag entwickelt sich gegen den positiven Trend der Werbewirtschaft im Internet.

Bonn, einen Stadt mit Zukunft
Bonn, einen Stadt mit Zukunft
Die Wirtschaftsexperten aus Bonn, der Verlag für Deutsche Wirtschaft, meldet für das Geschäftsjahr 2010 einen Umsatzrückgang um fünf Millionen Euro.

Das berichtet der Generalanzeiger Bonn in seiner Samstagsausgabe. Das wäre für einen "normalen" Verlag nicht so bemerkenswert, da der Umsatzrückgang absolut nur 4,5% beträgt und das Jahr 2010 für viele Unternehmen ein schwieriges war. Wenn jedoch der Umsatz von 135 Millionen in vier Jahren auf 87,8 Millionen Euro sinkt (Quelle: Wikipedia), weist das doch auf eine besondere Situation hin. Gerade berichtete der Mediendienst KRESS.de, dass der bundesweite online Werbeumsatz im Jahr 2010 um 12,7 % gestiegen ist. 861 Millionen Euro Werbegelder wurden in 2010 an die Internet-Agenturen und deren Nebenzweige ausgezahlt. Wenn dann ein Unternehmen, das nach eigenen Angaben 50% seiner Kunden im Internet generiert, sich gegen den Branchentrend entwickelt, stimmt was nicht.

Online Werbeumsatz steigt um 12,7 %

Der Fachverlag, der damit sein Geld verdient, Unternehmern, Werbe- und Marketingexperten Informationen zu verkaufen, wie Umsätze und Renditen gesteigert werden können, muss sich die Frage gefallen lassen, wie es in der Zukunft mit dem eigenem Verlag weitergeht. Wie glaubwürdig sind die Publikationen, print und online, dann gegenüber der Kundschaft?

Wein predigen und Wasser verkaufen?

Man stelle sich ein Unternehmen vor, das eine Maschine verkauft, die aus Wasser Wein macht, diese aber selber nicht bedienen kann.

Es bleibt abzuwarten, ob das neueste Kind des Verlages, das kürzlich übernommene und aufgehübschte Expertenportal experto.de es schafft, eine Wende zu bringen. Hier werden "Experten" rekrutiert, die Artikel und Texte zu allen Lebensfragen schreiben sollen. Alles schön, vertraglich geregelt, mit Umsatzbeteiligung. Mit gutefrage.net oder ähnlichen Portalen ist der Wettbewerb jedoch schon lange am Markt. Auch Modelle mit Umsatzbeteiligungen an den Werbeeinnahmen, meist Google Anzeigen, werden bei Mitbewerbern bereits angeboten.

Und es sieht so aus, dass der Verlag über diese Seite einen neuen Vertriebsweg für seine kostenlosen Ratgeber und Nachschlagewerke generieren will. Beim Besuch der Seite drängt sich dieser Verdacht auf.

Helfen könnte ein aktueller Artikel auf der Experto Seite, der da lautet „Kundenrückgewinnung: So gewinnen Sie verlorene Kunden zurück" Vielleicht stellt die Online-Redaktion der Chefetage mal eine Leseprobe zur Verfügung.
 
 
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