Manuel Neuer
Bei den Königsblauen sind die Kassen viel zu leer und dieser Zustand wird von so manchem inzwischen schon als chronisch bezeichnet. Aber ein Transfer könnte demnächst eine ordentliche Summe in die Taschen von Schalke fließen lassen. Der Vertrag des Torwarts Michael Neuer wird im kommenden Jahr auslaufen und es wird bereits kräftig um einen eventuellen Verkauf des Keeper gepokert.
Mit dabei am Spieltisch, auf dem Neuer schon halb in die Mitte geschoben wurde, sitzt niemand geringeres als Bayern München, die sich die Anschaffung eines Ersatzes für Thomas Kraft wohl einiges kosten lassen würden. 20 bis 25 Millionen könnten dann den Besitzer wechseln und dass die Münchener alles andere als Abgeneigt ist, das bestätigten auch die letzten Kommentare des Coaches Louis van Gaal. Der sagte nämlich wortwörtlich: „Ich denke, wir können Manuel Neuer gut gebrauchen. Ein Spitzenverein braucht auf jeder Position zwei Spitzenspieler – auch im Tor."
Deutliche Worte, die in den Ohren des aktuellen Halters der Position – eben Thomas Kraft – schon wie Abschiedsglocken klingen dürften. Er hatte aber in der jüngsten Vergangenheit bereits angekündigt, dass er sich nicht auf der Ersatzbank sitzen sieht. Van Gaal beeindruckt diese Äußerung aber wenig und reagierte kalt: „Dann muss er eben gehen. Dann ist er nicht für eine Spitzenmannschaft geeignet."
Noch ist aber nichts um Neuer entschieden, den Beckenbauer für den besten Torwart der Welt hält. Aber trotz der Bekundungen des Aufsichtsrates von Schalke – genauer gesagt dessen Chef Clemens Tönnies – dass Neuer unverkäuflich sei, scheinen sich die Wetten derzeit auf einen Transfer zu mehren. Da dienen die Aussagen, dass Neuer nicht verkauft würde, nur als Zunder, um den
Poker um den Torwart weiter anzuheizen.