(Online-Artikel.de) - Eine Augenlaserbehandlung ist gerade in Deutschland immer noch sehr teuer. Vorteilhaft wäre es, wenn die Versicherung entstehende Ausgaben übernehmen würde.
Informationen zu den Augenlaserverfahren
Lasik ist eine relativ teure Operation am Auge, die ein entsprechendes Budget des Patienten voraussetzt, da er diese im Regelfall aus „der eigenen Tasche" bezahlen muss. Dabei können die Preise, je nach Land, stark variieren. In Deutschland verlangen die Kliniken bis zu 5000€. Augenlaserbehandlungen in der Türkei sind hingegen wesentlich günstiger.
Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich grundsätzlich nicht an den Kosten, da diese enorm verschuldet sind und daher die ökonomischere Variante einer Brille bzw. Kontaktlinsen vorziehen. Mittlerweile muss der gesetzlich Versicherte jedoch seine Sehhilfe selbst bezahlen. Unterdessen ist die Situation für Mitglieder einer privaten Krankenfürsorge seit Kurzem eine andere. Vor dem Landgericht Dortmund hatte ein Privatversicherter auf Zahlung der Ausgaben seiner Augenlaser-Behandlung geklagt – und Recht erhalten. Das Argument der Richter war leicht nachzuvollziehen – während Kontaktlinsen und Brillen eine Fehlsichtigkeit lediglich korrigieren können, setzt eine Laserbehandlung an der eigentlichen Problematik des Augenleidens an. Die Behandlung sei deshalb mindestens gleichwertig zu Brille und Kontaktlinsen. Außerdem sei eine Laseroperation heute eine wissenschaftlich anerkannte Behandlungsmethode, die zu den gleichen oder sogar besseren Erfolgen führt wie klassische Sehhilfen. Aus diesem Grund müsse der Versicherer für die Behandlung aufkommen.
Das Urteil dürfte besonders für extrem Fehlsichtige interessant sein, die bisher nur mit dicken Brillengläsern oder Kontaktlinsen behandelt werden konnten. Für sie naht jetzt Abhilfe – denn mit den neuen Behandlungsmethoden im Bereich der Augenlasertechnologie kann diese Fehlsichtigkeit nun beseitigt werden. Ein angenehmer Nebeneffekt – zukünftig muss eine Brille oder Kontaktlinsen nur noch beim Lesen von sehr kleinen Objekten oder ähnlichen anstrengenden Tätigkeiten getragen werden. Für viele langjährige Brillenträger heißt das am Ende, die Brille ist endgültig hinfällig.
Wenn man also überlegt, sich einer Augenlaseroperation zu unterziehen, sollten zuerst alle notwendigen Information wie Preise, Klinken, Ärzte usw. eingeholt werden und als Privatpatient unbedingt eine vorige Leistungsanfrage bei seinem Versicherer machen.