Kutter im Winter an der Nordsee
Mit heißem Backfisch oder Krabben und heißem Tee bzw. Grog läßt sich ein Winterurlaub an der Nordsee aushalten. Sinkende Krabbenfischerflotten und sinkende Krabbenpreise trüben die Krabbenbilanz 2010.Die
Eisschollen an der
Nordseeküste schieben sich übereinander. Es ist bitterkalt. Es ist Winter 2010 bzw. Mitte Januar. Schon seit Weihnachten hat sich der Winter an der Küste richtig breit gemacht. Die Krabbenkutter liegen an ihren Liegeplätzen. Die Touristen wärmen sich im Dorumer Tief im Cuxhavener Land bei Peter's Fischbude mit heißen Getränken auf. Dazu ein Krabbenbrötchen oder Backfisch. Viele Touristen besuchten wieder zur Jahreswende bzw. am Jahresanfang die Nordseeküste und konnten diesmal besonders das "Wintermärchen" Nordsee bewundern. Mit Eisschollen überzogene Wattlandschaften, dazu teilweise doch recht viel Schnee, klirrende Kälte, klare Luft und den weiten Blick auf das "Eiswatt". Viele Touristen schätzen besonders einen
Winterurlaub an der Nordseeküste. Es ist wohl die Faszination der Ruhe, die die Touristen im Winter an die Nordsee lockt. Leider ist die
Winterlandschaft an der Nordsee nicht jedes Jahr so prachtvoll.
Die Krabbenfischer ziehen jetzt auch Bilanz unter das vergangene Jahr. Leider fielen die Krabbenpreise tief in den Keller. Die Kosten für Instandsetzung und Energie leider nicht. Schrumpfende Margen bedeuten auch weniger Kutter. So schrumpfte die Krabbenkutterflotte in den letzten Jahren deutlich. Krabbenkutter sind in der Regel alte Schiffe, d.h. ca. 30, 35, 40 Jahre alt. Das bedeutet eine hohe Instandsetzung. Neuere Kutter gibt es kaum, da Sie bei den heutigen Margen fast unbezahlbar sind für die Fischer. Zuschüsse von der EU gibt es leider auch nicht. Hoffen wir, daß die Kutterflotten an der Nordsee uns noch recht lange erhalten bleiben, denn Kutter und Krabben gehören zu einem Nordsee-Urlaub dazu. Wer jetzt, Ende Januar, noch einen
Winter Urlaub an der Nordsee mit Kuttern und Krabben erleben möchte, der muß sich beeilen.
Bodo Michalski