Pimpinelle - Wildkräuter
Wildkräuter sind eine kulinarische Köstlichkeit und wer diese zu schätzen weiß, kann sich diese
Kräuter aus Samen selber ziehen. Kräutersamen können portionsweise ausgesäht werden, so das man immer frische
Wildkräuter ernten kann. Dabei hat jedes Kraut seine Saison, aber mit ein paar Tricks kann man diese verlängern.
Wildkräuter säht man am Besten direkt ins Freiland. Der Boden sollte 4 Wochen zuvor gedüngt und von unerwünschten Beikraut befreit worden sein. Die Saat ein wenig mit Erde bedecken und eventuell ein feines Gitter darüberlegen, damit nicht unsere gefiederten Freunde der Lüfte die
Kräutersamen aufpicken.
Als erstes zeigt sich Barbarakresse. Sie ist das erste und das letzte Kraut im Jahr. Im August ausgesäht kann sie ab Oktober groß genug sein, um die ersten Blätter zu schneiden. Je nach Witterung ist sie bis weit in den Dezember hinein zu ernten. Lässt man sie im Frühbeetkasten wachsen, ist sie fast den ganzen Winter verfügbar. Bereits bei Temperaturen über +7°C wächst Barbarakresse. Dieses würzige Kraut mit dem hohen Vitamin C Gehalt ist besonders in der kalten Jahreszeit sehr gefragt. Im Frühjahr sprießen Brennessel und ihre Schwester, die Taubnessel und zusammen mit Gänseblümchen und ein wenig Bärlauch ist der erste Frühlingssalat gezaubert. Säht man die Kräuter an unterschiedlichen Stellen im Garten aus, also einmal sonnig und zum anderen eher halbschattig, lässt sich die Erntezeit verlängern. Im schattigen Bereich wachen die Pflanzen langsamer und sind dementsprechend später zu ernten. Im späten Frühjahr hat der Waldmeister seine Saison. Er wächst im wandernden Schatten von Gehölzen und verströmt seinen intensiven Duft nach Cumarin. Nicht nur in Waldmeisterbowle sonder auch in Eis oder Cremedesserts kommt Waldmeister zum Einsatz. Auch in der Blütezeit ist er zu verwenden. Steht er im Sommer feucht und schattig, ist er auch dann noch zu ernten.
Ein bekanntes und beliebtes Kraut, welches auch in der berühmten Frankfurter Grünen Soße zum Einsatz kommt ist die Pimpinelle. Dieses robuste Wildkraut ist von April bis November verfügbar und erfreut mit seinem gurkenähnlichen Geschmack. Zusammen mit Schnittlauch ist es besonders lecker in Quarkspeisen.
Eine eher kurzlebige Pflanze ist der Schabzigerklee. Bereits 5 Wochen nach der Aussaat kann man das erste Mal ernten. Die Pflanze wächst üppig nach und bildet bei Temperaturen über 20°C bald ihre violette Blüte, die auch ganz hervorragend in Salaten schmeckt. Von Schabziegerklee kann man alle 4-6 Wochen einen neuen Satz aussähen, um diese würzige Wildkraut den Sommer über stets zur Verfügung zu haben.