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Wie viele kostenlose Browsergames braucht die Spielewelt?

Autor: goldengamer | Erstellt am: 18.12.2010 | Gelesen: 729
Kategorie: Games - Konsolen & Spiele | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Kostenlose Browsergames sind der neueste Trend in der Spielewelt. Wie viele Games verkraftet der Markt?

Browsergames
Browsergames

Was ist ein Browsergame?

Seit Anfang des Jahrzehnts hat sich die Anzahl der Browsergames vervielfacht. Das Prinzip ist einfach: der Spieler informiert sich online (z.B. über Suchmaschinen oder Portale) über verfügbare Spiele, besucht die Spieleseite und meldet sich dort über das Registrieren-Formular an. Dafür benötigt er meist nur einen selbst erdachten Nicknamen und eine gültige E-Mail. Nach Bestätigung der Mail-Adresse wird der Account freigeschaltet und der Spieler kann sich sofort ins Getümmel stürzen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Bisher mussten Spielefans erst in den Laden gehen, sich ein Spiel aussuchen, dafür auch noch Geld ausgeben und es auf dem heimischen PC installieren. Diese PC-Spiele haben nicht selten hohe technische Anforderungen und verursachen dadurch erhebliche Zusatzkosten, wenn man immer auf dem neuesten Stand sein will. Ganz anders hingegen sieht es bei den Browsergames aus. Hier braucht der Spieler weder die neueste Hardware noch muss er Geld für das Spiel ausgeben. Er kann somit erst mal in das Spiel "reinschnuppern" und sehen ob es ihm tatsächlich gefällt - die Einstiegshürden sind gering.

Der Markt für kostenlose Browsergames

Seit Anfang des Jahrzehnts hat sich der Markt für Browserspiele rasant entwickelt. Woche für Woche kommen neue Browsergames auf den Markt. Die Qualität reicht von simplen textbasierten Spielen von Hobby-Programmierern bis hin zu technisch ausgefeilten Browsergames der Branchengrößen, die von klassischen PC-Spielen kaum mehr zu unterscheiden sind. Die Browsergames-Welt wird mittlerweile von einigen großen Spieleschmieden dominiert, die meist über ein Dutzend dieser kostenlosen Spiele in ihrem Portfolio haben. Sie beschränken sich dabei bei weitem nicht mehr allein auf deutschen Markt - mittlerweile gibt es Fangemeinden von Europa über arabische Länder bis hin nach Asien. Nicht selten hat ein Spiel weltweit eine Spieleranzahl im zweistelligem Millionenbereich.

Ein Ende des Booms ist aktuell nicht absehbar - ganz im Gegenteil: der Markt wird aller Voraussicht nach weiterhin kräftig wachsen. Waren Anfang des Jahrzehnts um die viereinhalbtausend Mitarbeiter in der Branche beschäftigt, hat sich die Anzahl bis heute mehr als verdoppelt. Und die Hersteller suchen händerringend nach fähigen Programmieren - viele bilden sogar schon eigenes Personal aus, da der Markt für Programmierer wie leergefegt erscheint.

Wie viele Spiele verkraftet der Markt?

Derzeit sind mehrere Hundert Browsergames auf dem Markt verfügbar, zählt man Spiele, die über sog. Engines erstellt wurden dazu, werden es schnell mehrere Tausend. In manchen Genres sind daher schon Sättigungserscheinungen feststellbar, etwa bei den Mafia Browsergames oder Weltraumspielen. Andere Genres wie die MMORPG Browsergames laufen hingegen nach wie vor prächtig und binden vor allem in asiatischen Ländern Millionen von Spielern an sich. Die Frage nach der kritischen Masse an Games ist nicht einfach beantwortbar, da viele Spieler mehrere Spiele gleichzeitig spielen. Nicht selten hat ein Spieler bis zu fünf oder mehr Accounts in verschiedenen Spielen gleichzeitig. Diese Tatsache macht Prognosen schwierig bis unmöglich. Dennoch erscheint es relativ unwahrscheinlich aus heutiger Sicht, dass der Markt überhitzt. Da Browsergames eine recht junge Branche stellen und die Entwicklung auch mit der Entwicklung der Internetinfrastruktur korreliert, wird das Wachstum in den nächsten Jahren wohl weitergehen. Viele ländliche Bereiche werden erst nach und nach mit DSL erschlossen was noch jede Menge Potenzial mit sich bringt. Möglich sogar, dass die Browsergames einmal klassische PC-Spiele ablösen werden...

Autor: Sebastian Olejnik
 
 
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