Königskette
Die
Königskette ist eine schöne, schwere Collierkette. Die einzelnen Kettenglieder werden auf eine sehr spezielle Art untereinander verbunden
Um eine Königskette herzustellen bedarf es vieler, aufwendiger Arbeitsgänge. Zu Beginn muss der massive Runddraht aus Gold oder Silber gewickelt werden, dadurch erhält man die gewünschte Form und Größe. Die einzelnen Kettenglieder entstehen nun, wenn man diese „Wicklung" auseinander sägt. Die einzelnen Glieder, entweder rund oder oval, werden immer Paarweise verarbeitet. Als erstes werden alle Ösen einzeln auf gebogen.
Dann beginnt man wie bei einer normalen Kette die einzelnen Ösen ineinander zu hängen, nur eben immer zwei gleichzeitig. Das dritte Gliederpaar wird jedoch auseinander gezogen und jeweils um eine 180 Grad Drehung nach hinten umgebogen. Dadurch umgreift nun das dritte Gliederpaar das zweite Paar. Nun spreizt man das zweite Ösenpaar und zwischendurch wird ein viertes Paar mit dem dritten verbunden. So werden sowohl das gespreizte zweite Paar als auch das umgebogene dritte Paar in ihrer Lage fixiert. Das vierte Gliederpaar bleibt wie das erste unverbogen, ist aber um eine Viertel Drehung verschoben.
Jetzt beginnt das Muster wieder von vorn. Danach werden alle Glieder wieder verlötet. Da dies nur von Hand geschehen kann, ist die Herstellung einer Königskette sehr zeitaufwendig. Hat die Kette dann die gewünschte Länge erreicht, muss nur noch ein Verschluss dran und fertig ist das gute Stück. Und obwohl die Kette sehr stabil und kompakt ist, bleibt jedes einzelne Kettenglied frei beweglich.
Heute bekommt man eine
Königskette nicht nur mit rundem oder eckigem Profil, sondern auch in anderen ausgefallenen Varianten. So kann die Form oder Größe der einzelnen Kettenglieder variieren. Auch kann man für eine Kette verschiedene Materialien benutzen, oder geschwärztes Silber mit ungeschwärztem verbinden.
Wer eine Königskette besitzt, besitzt eine besonders schöne Kette, in der viel Handarbeit steckt.
Sid Kroker