Fitness-Checkliste zur Standortbilanz
Fitness-Checkliste: Sind die Mitglieder des Projektes mit intellektuell anspruchsvollen Tätigkeiten vertraut ? haben sie sich bereits früher mit Controlling- und Managementsystemen (z.B. Prozessmodelle, Balanced Scorecard o.ä.) beschäftigt ? Wird die Standortbilanzierung durch die Wirtschaftsförderung gewollt und unterstützt ? Ist die Wirtschaftsförderung bereit, Zeit und Ressourcen für die Standortbilanzierung bereit zu stellen ? Wird die Standortbilanzierung auch bei den Kommunalpolitikern als wichtiges Projekt gesehen ? Können Personen aus unterschiedlichen Bereichen des Standortes einbezogen werden ? Kann offen und konstruktiv über alle Stärken und Schwächen diskutiert werden ? Ist die politische Führung offen für Vorschläge und Veränderungen ? Werden "weiche Faktoren" als wichtige Erfolgsfaktoren anerkannt ? Werden Zukunftsthemen angesprochen und bereits diskutiert ? Liegt eine dokumentierte und kommunizierte Standort-Strategie vor ? Gibt es detaillierte Erkenntnisse darüber, in welchem Umfang die vorhandenen Potenziale des Standortes ausgeschöpft werden ? wie lässt sich der Standort überregional einordnen ? was sind die Bestimmungsfaktoren für eine gute (oder auch weniger gute) Performance ? was ließe sich verbessern?
Auf kommunaler Ebene sind für Projekte wie das einer Standortbilanz in bestimmten Fällen zu wenige Personen verfügbar, die hierfür ausreichend betriebswirtschaftliche Qualifikationen aufweisen. Es sollte daher auch auf externes Wissen zurückgegriffen werden. Es ist notwendig, auf der Ebene der Kommunalpolitik einen Lernprozess anzustoßen und in Gang zu setzen. Ein Hebel hierfür können die unübersehbaren Nutzenaspekte einer Standortbilanz sein. Unter einem pragmatischen Gesichtswinkel sind zunächst die verfügbaren Daten und Informationen zu nutzen. Da die Standortbilanzierung auch Längsschnitt-, d.h. Verlaufsanalysen ermöglichen soll, bleibt die regelmäßige Verfügbarkeit ein wichtiges Auswahlkriterium vor allem für Daten, denen Indikatorqualität zugesprochen wird. Qualitative Informationen durch Expertenbefragungen lassen sich meist nur in aufwendiger (meist nicht auf regelmäßige Wiederholung angelegt) Feldarbeit erheben.