Um die Aussicht auf eine Einladung zum Vorstellungsgepräch zu erhöhen, sollte die Bewerbung so professionell wie möglich gestaltet und formuliert werden. Desweiteren sollte die die Bewerbung ein weitestgehend individuelles Anschreiben enthalten. Versetzen sie sich nur mal in die Lage eines Personalchefs: Er ließt am Tag mindestens 50 Bewerbungen und merkt sofort, ob sich jemand Mühe gegeben oder den Text aus dem Internet kopiert hat. „Für den ersten eindruck gibt es keine zweite Chance!" heisst ja immer so schön. Deswegen sollten sie darauf achten, dass sie schon der Einleitungssatz zu Beginn von der Masse absetzt. Nichts langweilt einfach mehr, als tagtäglich den selben ersten Satz in einer Bewerbung zu lesen.
Arbeiten sie unbedingt ihre Stärken aus: Sie sollten hierbei nicht künstlich übertreiben, jedoch ist hier der falsche Ort für falsche Bescheidenheit. Kleiner Profitipp: Um die Stärken glaubhafter zu machen, erwähnen sie auch eine kleine Schwäche. Seien wir ehrlich, niemand ist perfekt. Auch kein Personalchef. Sonst wären wir Maschinen, keine Menschen. Und alleine durch diesen kleinen Trick, setzen sie sich von der Masse ab. Denn ich garantiere ihnen, dass das die wenigsten machen, geschweigedenn kennen. Sollten sie Probleme mit dem Formulieren des Bewerbungsschreibens haben, lassen sie es sich von einem Bekannten schreiben oder schauen sie unter Initiativbewerbung Muster nach professionellen Bewerbungen, die ihre Erfolgschancen drastisch erhöhen werden. Prüfen sie das Motivationsschreiben unbedingt auf Rechtsschreibfehler. Die besten formulierungen nützen nichts, wenn sich dann einige peinliche Rechtschreibfehler untergeschlichen haben. Dies wird sich im Ranking des besten Bewerbers weit nach hinten werfen, vor allem wenn sie sich als Bankkaufmann oder Buchhalter bewerben: Berufe in denen absolut korrekt gearbeitet werden muss.
Sehen sie im Internet nach, welche genauen Formate im Bezug auf Schriftgröße, Seitenabstand etc. eingehalten werden müssen, damit die Bewerbung auch optisch einwandfrei aussieht. Achten sie darauf, dass alle Unterlagen und Dokumente beiliegen (Arbeitszeugnisse, Weiterbildungen und Zertifikate sowie Referenzen, wenn diese vorhanden sind). Im nächsten Artikel erfahren sie, wie sie einzelne
Arbeitszeugnis Formulierungen zu interpretieren haben.
Hans Pansen