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Wie man Lehrer erfolgreich demotiviert - Teil II

Autor: ArneFrentzel | Erstellt am: 08.11.2009 | Gelesen: 1554
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Was kreative Schulleitungen alles tun können

Lehrersein ist eine Freude
Lehrersein ist eine Freude
Der Lehrberuf an den Schulen hat sich in den letzten 15 Jahren grundlegend gewandelt, leider nicht immer zum Vorteil aller Beteiligten.

Unter den Abiturienten von heute wird der Studienzweig Lehramt immer mehr nur aus Mangel an Alternativen gewählt, denn der Lehrerberuf ist bekanntlich kein Zuckerschlecken. Herzinfarkte, Schlaganfälle, Burn-Out-Syndrome oder schlicht und einfach die Psychiatrie sind nicht selten die Endstation eines Lehrerlebens.

Neben dem mittlerweile anerkannten Stress der unterrichtlichen Arbeit erzeugt die Politik durch gedankenlose Maßnahmen – siehe Teil I – weitere, häufig unnötige Belastungen. Eigentlich wäre es da die Aufgabe der Schulleitungen, die Lehrer zu schützen und sich unsinnigen Forderungen seitens Politik und Behörden zu widersetzen. Doch viele Schulrektoren und Direktoren verfügen weder über das Rückrad noch über die notwendige Weitsicht und geben das Ihre dazu bei, den Lehrer erfolgreich zu demotivieren. Auch hier wieder einige Rezepte, die sich bewährt haben:
  • Bei jeder Anweisung "von oben" kritiklos eine Schulkonferenz einberufen. Frei dem Motto, die untergebenen Lehrer schon an die Arbeit zu bekommen,
  • unbezahlte Überstunden bei Beamten regelmäßig voll ausschöpfen,
  • unbürokratische Maßnahmen generell ablehnen,
  • den Stundenplan von neuen Kollegen ungünstig gestalten. Neue Lehrkräfte sehen so sofort, dass das Prinzip der Wirtschaft, wo man gerne im Lebenslauf eines Kandidaten mehr als nur eine Arbeitsstation sieht, in der Schule nicht gilt,
  • Teilzeitbedienstete als Lückenfüller einsetzen mit vielen Springstunden im Stundenplan. So kann man bei Krankheit eines Kollegen schnell auf diese Kräfte zurückgreifen. Besonders motivierend wirkt, wenn man bei einer 60%-Kraft die 15 Unterrichtsstunden auf 4 Vor- und 4 Nachmittage verteilt. Der einzig freie Nachmittag ist dann zudem der Konferenz- und Weiterbildungstag.

Wie man Lehrer erfolgreich demotiviert - Teil I

A.Frentzel

 
 
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