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(Online-Artikel.de) - Was Politiker und Schulbehörden tun können
man kann ihm gar nicht genug Arbeit geben Der Lehrer ist kein Mensch. Anders als in der Wirtschaft, wo man die Mitarbeiter versucht zu motivieren, braucht man das beim Lehrer nicht. Er ist von sich aus motiviert. In dieser nicht immer ganz ernst gemeinten Reihe, die hier mit dem ersten Artikel beginnt, soll ein Fahrplan aufgestellt werden, wie man es trotzdem schafft, den Lehrer immer wieder erfolgreich auszubremsen. Jedes Unternehmen weiß, dass motivierte Mitarbeiter mehr und Besseres leisten. Daher ist man zu Recht bemüht, ein motivationsförderndes Umfeld zu schaffen. Bei einem Lehrer spielt das jedoch keine Rolle, er ist von sich aus motiviert. Ist er das nicht, hat er den Beruf verfehlt, so könnte man die Diskussion zusammenfassen. Für ihn gelten die allgemeinen Regeln nicht. Ihn muss man ganz im Gegenteil bremsen. Aus diesem Grunde hat man allerorts erfolgreich Anleitungen entwickelt, seine übersteigerte Motivation zu normalisieren. Folgende bewährte Rezepte stammen aus Politik und Schulbehörde:- Schulbildung weiter als nationales Sparschwein betrachten. In großen Klassen lässt der Lehrer viel Energie. Je mehr ein Lehrer während des Unterrichts ermahnen muss, desto genervter ist er danach. Besonders in Hauptschulen wirkt dieses Rezept zuverlässig. Wenn der Lehrer weiß, dass im europäischen Ausland die Klassenstärke, also die Anzahl der Schüler pro Klasse, im Schnitt um 20 – 40% geringer ist, wird ihm das einen zusätzlichen Schlag verpassen.
- Lehrer haben bei der sogenannten Managerkrankheit, Herzinfarkt, die Spitze erobert und liegen noch vor den Managern selbst. Doch die Wirkung für die Lehrer wird dadurch noch verstärkt, indem die Politik diesen unbedeutenden Punkt beflissen ignoriert, wie sie es bis heute erfolgreich gemacht hat.
- Dem Lehrer weitere Aufgaben aufbürden. Ihm den schwarzen Peter zuschieben und ihn indirekt für alles verantwortlich machen, was in Schule und Gesellschaft schiefläuft. Besonders wohlwollend stoßen Sätze nach Attentaten auf, nachdem Lehrer einfühlsamer bereits im Vorfeld diese hätten erkennen und verhindern müssen.
- Wenig durchdachte Veränderungen durchboxen, die an Schulen mit zeitraubenden Konferenzmarathons einhergehen. Nach ein paar Jahren viele dieser kopflosen Schnellschüsse komplett wegen Nutzlosigkeit stillschweigend wieder zurücknehmen. Besonders im Rahmen der Pisa-Hysterie seit dem Jahre 2001 hat sich dieses Rezept am Markt ausgezeichnet. Frei nach dem Motto agieren: Der Lehrer braucht mehr Beschäftigung, auch wenn sie unsinnig ist, denn Freizeit hat er ja mehr als genug.
- Lehrer alle über einen Kamm scheren und als überbezahlte Akademiker anpreisen. Besonders erfreut das die A12 Lehrkräfte oder die angestellten Kollegen, die sich häufig mit nicht vielmehr als 1500 Euro netto begnügen dürfen.
- Zu guter Letzt dem Lehrer immer mal wieder die Geringschätzung seiner Arbeit vor Augen führen. Der ehemalige Ministerpräsident von Niedersachsen und Ex-Kanzler Schröder war darin sehr beflissen: "Alle Lehrer sind faule Säcke"
Wie man Lehrer erfolgreich demotiviert - Teil II A. Frentzel
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