Lena Meyer-Landrut
2010 war sie die Gesangssensation aus Deutschland. Als unsere Stimme für den Eurovision Song Contest ging sie in Oslo für Deutschland an den Start – Lena Meyer-Landrut. Hinter ihr stand niemand anderes als Stefan Raab, der als Entdecker und Coach für sie bürgte. Und dann gelang ihr die Sensation; mit dem Song „Satellite" sang sie sich in das Herzen von Europa und gewann den Eurovision Song Contest 2010.
Auch 2011 ging Lena wieder für Deutschland an den Start, aber mit ihrem neuen Hit „Taken By A Stranger" konnte sie nicht mehr ihren ersten Erfolg einholen. Und darüber hinaus kriselte es auch kräftig an der Kulisse des sympathischen Mädchens mit der tollen Stimme. In einem Interview mit Frank Elstner zeigte sich Lena damals von der schlechtesten Seite, gab sich betont pampig dem Moderatoren-Guru gegenüber und generell durch und durch genervt bis zickig.
Nun ist das alles zwar schon wieder über ein halbes Jahr her und es wurde viel geredet über den damaligen Stress, unter dem Lena wohl gestanden haben muss. Aber in der vergangenen Woche holte die Medienwelt diese unangenehme Seite von Lena wieder hervor. Und das ausgerechnet bei dem Fernsehsender Arte, wo man als letztes skandalträchtige Auftritte erwarten würde; nirgendwo anders als in dem preisgekrönten Format „Durch die Nacht mit" zeigte sich Lena wieder von ihre zickigsten Seite.
In „Durch die Nacht mit" treffen sich in der Regel zwei bekannte Gesichter aus Medien oder Kunst und verbringen zusammen eine Nacht in einer Stadt ihrer Wahl. Bei Lena war es das beliebte Berlin und ihr prominenter Konterpart war der deutschsprachige Qualitäts-Rapper Casper. Zwar ist dieser ein studierter Pädagoge, aber auch er tat sich offensichtlich schwer an dem verhalten der deutlich jüngeren Lena. Den Anfang machte eine Kritik seiner „dreckigen" Wohnung und seiner „superhässlichen" Tattoos.
Auch die Aktivitäten des Abends schienen Lena nicht so richtig zu passen; bei dem gemeinsamen Malen auf einer Berliner Dachterrasse malte Casper nur „so 'n Kack", bei dem Besuch einer Ausstellung kritisiert sie, das die Kameramänner nur ihren Po filmen würden und generell scheint sie mit den meisten Personen unzufrieden zu sein, die ihre Wege kreuzen.
Dass es sich bei der penetranten Zickigkeit seitens Lena nicht um eine durch Schnitt erzeugte Illusion handelt, kann man wohl annehmen – immerhin ist man ja bei Arte. Tatsächlich muss man bei diesem Auftritt von unserem Gesangs-Star von 2010 wirklich sagen, dass es sich dabei um einen Poker mit dem Wohlwollen der Fans handelte.
Franziska Steiner