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Wie kreditwürdig ist jemand wirklich?

Autor: beckinfo | Erstellt am: 20.08.2010 | Gelesen: 555
Kategorie: Geld - Versicherung & Vorsorge | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Intellektuelles Kapital als Sicherheit einbringen

Krisenfester Kredit
Krisenfester Kredit
Der Kreditnehmer muss, will er einen Kredit aufnehmen, alle wichtigen Angaben über seine Person und seine Vermögensverhältnisse machen, denn Banken legen heute mehr denn je Wert darauf, das Kreditausfallrisiko zu minimieren. Kreditverhandlungen können umso erfolgreicher geführt werden, je besser die Parteien über die Bonität Bescheid wissen. D.h. auch der Kreditnehmer selbst sollte sich über seine eigene Bonität genauestens ins Bild setzen und alles unternehmen, um diese auch entsprechend transparent untermauern zu können. Bei natürlichen Personen werden zur Überprüfung der Einkommensverhältnisse und der Vermögenssituation von den Banken u.a. Einkommensnachweise, Vermögensübersichten, externe Auskünfte, Grundbuchauszüge, Güterregisterauszüge oder Auskünfte über die Kontoführung verlangt. Dies alles wird bereits an zahlreichen Stellen beschrieben. Deshalb geht es hier um Merkmale der persönlichen Kreditwürdigkeitsprüfung, die nur subjektiv beurteilt werden können und daher nicht so direkt fassbar sind. Es geht um berufliche, fachliche und unternehmerische Qualifikationen des Kreditnehmers. Noch schwieriger wird es, wenn es um persönliche Eigenschaften des Kreditnehmers geht, mit denen seine Vertrauenswürdigkeit als Person belegt werden soll (Vgl. Becker, Jörg: Prüfung der persönlichen Kreditwürdigkeit – Krisenfeste Bonität, 2010).

Auch vor dem Hintergrund vieler guter Unterlagen könnte die Verhandlungsposition des Kreditnehmers geschwächt oder gar zunichte gemacht werden, wenn er als Person einen negativen Eindruck hinterlässt. Gerade bei Selbständigen und Existenzgründern steht und fällt alles mit deren Person, dass diese einen überzeugenden und kompetenten Eindruck macht. Hier sollen daher ganz persönliche Eigenschaftsfaktoren und deren Bilanzierung angesprochen werden, die neben den üblichen Standard-Formularen der Banken letztlich ausschlaggebend für den Erfolg des Kreditgeschäftes sein können. Erschwerend kommt bei vielen Existenzgründern und Selbständigen hinzu, dass sie oft an der Hürde der Kreditsicherheiten zu scheitern drohen. Denn für ihre Tätigkeiten ist der Mangel in Bezug auf die von den Banken verlangten Sicherheiten geradezu typisch. Heißt das nun für diesen Personenkreis, dass er ohne Aussicht auf Erfolg daher am besten gleich die Flinte ins Korn werfen sollte ? Nein, denn gerade für sie gibt es ja zahlreiche Möglichkeiten, gegebenenfalls vorhandene Fördermöglichkeiten auszuschöpfen. Noch besser allerdings wäre es, anstatt sich auf staatliche Hilfen von Dritten zu verlassen, sich nochmals quasi in einem Schritt zurück auf die Stufe der Prüfung der persönlichen Kreditwürdigkeit zu begeben. So könnte es durchaus sein, dass vor allem der subjektive Bewertungsbereich der Banken noch nicht voll ausgeschöpft wurde, dass wie beim Schürfen in einer Mine hier vielleicht noch bisher völlig unbeachtete Werte vorhanden sind. Werte, die nicht in den Einkommens- oder Sicherheitsnachweisen, sondern ausschließlich in der Person des Kreditnehmers zu finden sind. So ist es durchaus nicht vermessen anzunehmen, dass mit der stärkeren Hinwendung zu den „weichen" Faktoren des Intellektuellen Kapitals noch manche bisher negativ verlaufende Kreditverhandlungen doch noch zum Positiven gewendet werden können.

Mit möglichen Instrumenten und Verfahren beschäftigt sich eine Reihe Personal-Publikationen von Jörg Becker, so u.a mit speziellen Rating-Portfolios in dynamischen Wirkungsnetzen unter ISBN 978 3 8391 6418 1. Denn was einer Bank nicht bekannt ist, kann sie daher auch nicht bei ihren Entscheidungen für die Kreditvergabe berücksichtigen. Es muss den Parteien also daran gelegen sein, auch bei subjektiven Bewertungsfaktoren auf ein möglichst transparentes und für beide Seiten nachvollziehbares möglichst realitätsnahes Bild zugreifen zu können.

Dipl.Kfm. Jörg Becker (www.beckinfo.de)
 
 
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