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Wie funktioniert Hypnose?

Autor: marcmayer | Erstellt am: 04.04.2011 | Gelesen: 815
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Die Anwendung der Hypnose, der Selbsthypnose und das Erlernen des hypnotisierens

Hypnotisieren lernen
Hypnotisieren lernen
Seit dem Altertum werden Hypnose und Selbsthypnose praktiziert. Als Trance-Zustand faszinierte die Hypnose den Menschen zu allen Zeiten. Als Therapie bei seelischen und körperlichen Leiden wird sie noch heute erfolgreich eingesetzt.

Ob zur Bekämpfung von Angsterkrankungen, Depressionen, Asthma, Migräne oder zur Suchtbekämpfung - die Einsatzmöglichkeiten der Hypnose sind vielfältig. Die Raucherentwöhnung durch Hypnose ist nur ein bekanntes Beispiel für die therapeutische Anwendung der Hypnose. - Doch wie funktioniert Hypnose eigentlich?

Ablauf der Hypnose

Es gibt verschiedene Methoden, die Hypnose herbeizuführen. Eine davon ist die Fixationsmethode, bei der sich der Proband auf einen möglichst körpernah befindlichen Gegenstand, beispielsweise ein Pendel, konzentriert. In Kombination mit den monotonen Suggestionen des Hypnotiseurs und der entspannten, warmen, ruhigen Umgebungssituation treten beim Probanden rasch Ermüdungserscheinungen auf. Der Gegenstand wird schließlich nur noch undeutlich wahrgenommen. Letztendlich tritt rasch der tranceähnliche Zustand ein.

Im Zustand der Hypnose kommt es beim Hypnotisierten zu einer Einschränkung des Bewusstseins. Körper und Geist gehen in einen tiefen Zustand der Entspannung über. Vertraute Denkmuster und persönliche Emotionen sind weniger komplex und nicht mehr so intensiv ausgeprägt wie im wachen Zustand. Gleichzeitig ist jedoch die Handlungsebene des Hypnotisierten bereit, sich auf die Suggestion des Hypnotiseurs einzulassen.
Der Hypnotiseur verwendet bei seinen Suggestionen häufig indirekte Bilder, die das logische Empfinden der abgeschwächten Bewusstseinsebene "unterwandern". Geschickt wird der Proband durch diese Suggestion zu bestimmten Handlungen animiert bzw. zu neuen Denkmustern hingeführt. Dennoch wird auch unter noch so tiefer Hypnose niemand Dinge tun, die seiner Persönlichkeit grundsätzlich zuwider laufen.
Ist die Hypnosesitzung beendet, muss der Hypnosezustand stets wieder "zurückgenommen" bzw. fachgerecht beendet werden.

Die Selbsthypnose

Die Selbsthypnose findet vor allem als Entspannungsmethode zum Stressabbau Verwendung. Sie funktioniert ähnlich dem ebenfalls mit suggestiven Gedanken arbeitenden Autogenen Training.

Basis des Autogenen Trainings sind sechs verschiedene Grundübungen und eine Ruheformel. Mit der Ruheformel ("Ich bin ganz ruhig. Ruhig und Entspannt.") stellt sich der Übende innerlich auf den anschließenden Suggestionsablauf ein. Es folgen Wärmeübung, Schwereübung, Atemübung, Herzübung, Stirnkühlübung und Sonnengeflechtsübung. Bei jeder dieser Übungen suggeriert sich der Übende bestimmte, vordefinierte Körperempfindungen, die er als Ergebnis der Autosuggestion schließlich auch tatsächlich wahrnimmt.

Mit den gleichen Mechanismen arbeitet die Selbsthypnose. Als Einstiegssuggestion kann auch hier die Atemübung des Autogenen Trainings dienen. "Mein Atem ist tief. Tief und ruhig." Die Autosuggestion wird fortgesetzt, bis der Atem tatsächlich tief, ruhig und entspannt ist.
Zusätzlich kann der Atem über innere Bilder als farbiges Licht visualisiert werden. Der Übende suggeriert sich selbst, mit jedem Atemzug Licht und Entspannung einzuatmen und gleichzeitig Stress und Anspannung auszuatmen. Ziel der Selbsthypnose ist die Entspannung auf körperlich-geistiger Ebene. Alle beobachtenden und prüfenden Impulse der bewussten Ebene wirken hier störend.

Ist der Zustand der tiefen Entspannung erreicht, kann der Übende beginnen, sich positive Bilder zu suggerieren. Dies kann beispielsweise die Festigung des Vorsatzes bei der Raucherentwöhnung durch Hypnose sein oder die Minimierung von Ängsten vor einer Prüfung.
Regelmäßig angewendet führt die Selbsthypnose zu einer zunehmend positiven Selbstwahrnehmung. Als Instrument der Entspannung und der Stressreduktion ist sie darüber hinaus eine wertvolle Methode, zu innerer Balance und seelischer Ausgeglichenheit zu finden.

Bei der Hypnose gilt: Nicht jeder Mensch ist hypnotisierbar - aber jeder Mensch kann das Hypnotisieren lernen. Bücher und CDs bieten Anfängern den ersten Einstig. Eine weiterführende Hypnose Ausbildung ist im Rahmen von Kursen und Seminaren möglich.

Marc Mayer
marcmayer61@yahoo.de

 
 
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