Der Computer verändert immer mehr unser Leben. Alles kann man am Computer machen und vereinsamt dadurch immer mehr. Wir laden uns die neueste CD über das Internet herunter, benutzen durch das Chatten unser Telefon immer weniger und schauen uns die angesagtesten Filme im Internet an. Auf der einen Seite ist dies natürlich praktisch, da diese Varianten deutlich günstiger sind, auf der anderen Seite fehlt die Freude. Es macht doch keinen Spaß, alles ohne Freunde alleine vor dem PC zu machen. Doch scheinbar macht dies den meisten Menschen nichts aus. Sie schreiben im Internet, was sie gerade machen und schreiben ihrem Partner über Soziale Netzwerke, wie sehr man sich liebt, doch dass das die ganze Welt sehen kann, dass wird meist dezent ignoriert.
Ich bin zwar auch in einem sozialen Netzwerk angemeldet, aber ich schreibe nicht gern über mein Leben. Es muss doch schließlich nicht jeder sehen können, was ich denke und wie ich mich fühle. Und wenn ich dann mal etwas über meine Gefühle schreibe, dann bringe ich das mit meinen Hobbys in Verbindung. Wenn jemand etwas über mich wissen will, dann soll man mich einfach persönlich fragen, und wenn es eben nicht anders geht, dann können sie mich das halt auch per E-Mail fragen. Ich hatte eine Zeit, in der ich zum Beispiel meiner Freundin nur per E-Mail geschrieben habe, aber irgendwann habe ich gemerkt, dass mir unsere persönlichen Gespräche doch sehr gefehlt haben. Seit dem telefonieren wir auch wieder regelmäßig, denn meine ganzen Gedanken kann ich einfach nicht in eine E-Mail schreiben.
Das sollte man vielleicht auch als Eltern seinen Kindern beibringen. Denn wie sollen die Kinder von sich aus lernen, dass man nicht alles über das Internet regeln kann. Wenn es Probleme oder schöne bzw. gute Neuigkeiten gibt, dann will ich doch sehen können, wie mein Gegenüber auf diese Nachricht reagiert. Im Internet ist dies nur sehr schwer möglich, wir können uns zwar eine E-Mail mit Smilies schicken, aber das ist doch immer noch etwas anderes, als wenn man mit guten Freunden an einem Tisch sitzt und sich mit ihnen unterhält.
Das sollten wir uns vielleicht in Zukunft etwas mehr zu Herzen nehmen!
01. Juli 2010, Désirée-Sophie Lepell