Aufgrund der aktuellen Entwicklung rechnen Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fest mit einer weltweiten Influenzapandemie.Bund und Länder haben bereits reagiert und sich für den Fall eins Ausbruchs hierzulande so gut wie möglich vorbereitet. Doch bei unseren Alten-, Pflege- und Gemeinschaftseinrichtungen und auch Wirtschaftsunternehmen ist eine entsprechende Vorsorge noch weitgehend Fehlanzeige. Dabei wären allein die wirtschaftlichenFolgen verheerend. Nach seriösen Untersuchungen sind bis zu 90 Prozent der Auftragsabwicklung gefährdet. Für jeden vierten Betrieb können die Folgen einer massenhaften Erkrankung der Bevölkerung sogar die Existenz bedrohen. Die volkswirtschaftlichen Schäden wären extrem hoch.
In der Hochphase einer Krankheitswelle müssen Betriebe damit rechnen, dass bis zu 50 Prozent der Belegschaft nicht zur Arbeit erscheinen. Für Pflegeeinrichtungen wäre dies z.B. der Supergau. Darüber hinaus bedroht der krankheitsbedingte Ausfall von Zulieferern den Geschäfts- oder Heimbetrieb. Fast 70 Prozent der Wirtschaftsunternehmen sind in einem solchen Fall von Produktionsausfällen betroffen. Angesichts dieser Bedrohungslage ist es erstaunlich, dass sich nur etwa die Hälfte der Fach- und Führungskräfte Gedanken über ein Vorsorgekonzept machen, bzw. mit einem Notfallplan auf eine Influenzapandemie vorbereitet sind - so die Experteneinschätzungen. Etwa 80 Prozent der Befragten gab zu, große Schwierigkeiten bei der Erstellung und konkreten Umsetzung einer Pandemie-Notfallplanung zu haben.
Neues Notfallplan-Konzept hilft Unternehmen und Einrichtungen bei der Installation eines Pandemie-NotfallplansDie Verantwortung für Maßnahmen des Krisenmanagements trägt in gut der Hälfte der Unternehmen die Geschäftsleitung. Andere Betriebe übertragen diese Aufgaben dagegen speziellen Arbeitsgruppen, dem Betriebsarzt oder der Personalabteilung (jeweils rund 15 Prozent). In vielen Fällen werden darüber hinaus Schnittstellen zwischen den einzelnen Beteiligten gebildet. Unternehmen, die bereits einen Notfallplan erstellt haben, legen zu 90 Prozent besonderen Wert darauf, ihre Mitarbeiter über das Ansteckungsrisiko zu informieren. Ein Großteil dieser Betriebe definiert zudem so genannte "kritische Funktionen", deren Aufrechterhaltung sichergestellt werden muss.
Mit guten Vorsorgemaßnahmen, sprich einer kompetenten Pandemie-Notfallplanung, lassen sich die Auswirkungen abfedern und Reaktionszeiten verkürzen. Mit einem solchen Instrumentarium kann der Geschäftsbetrieb, die Produktion oder auch der Heimbetrieb auch im Krisenfall aufrechterhalten werden. Der Schutz der Mitarbeiter wird gewährleistet, das Unternehmen bleibt funktionstüchtig und der normale Alltagsablauf wird so gut wie möglich aufrechterhalten.
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