Dominik Jung, Diplom-Meteorologe und Klimaexperte bei wetter.net
Wiesbaden, den 17. November 2010 – Typischer könnte Novemberwetter gar nicht sein: grau und grau bei Höchstwerten zwischen 3 und 9 Grad. Dazu ab und zu etwas Nieselregen. "Zwischen Hoch Stephan im Nordosten, Tief Emilya im Südosten und Tief Felice über den Britischen Inseln dümpelt das Wetter quasi so vor sich hin" erklärt Wetter-Experte Dominik Jung vom Wetterdienst
WETTER.NET die aktuelle Situation.
Heute morgen um 7 Uhr lag gebietsweise schon eine mehr oder weniger dicke Schneedecke:Brocken im Harz 23 cm
Neuhaus im Thüringer Wald 16 cm
Wasserkuppe 6 cm
Carlsfeld im Erzgebirge 3 cm
Oberstdorf 1 cm
Besonders beachtlich ist die Situation in Oberstdorf im Allgäu. Dort hatten wir am vergangenen Sonntag mit rund 21 Grad einen echten November-Rekord aufgestellt und nun liegt dort schon eine dünne Schneedecke: ein Paradebeispiel für extreme Wetterumschwünge in den Alpen.
Doch wie geht's weiter?Erstmal bleibt bis zum Wochenende alles beim Alten. Viele Wolken oder Hochnebel geben der Sonne kaum eine Chance. Dazu fällt hin und wieder etwas Regen oder Sprühregen. Die Temperaturen erreichen am Tag 3 bis 9 Grad. Nachts gibt es stellenweise leichten Frost oder Bodenfrost.
In der nächsten Woche und insbesondere zum 1. Advent deutet sich ein heftiger Vorstoß von Polarluft nach Deutschland an. In den kommenden Tagen sammelt sich im hohen Norden viel kalte Luft. Es baut sich ein kräftiges Polarhoch auf. Dieses bringt uns dann einen ersten dicken Winterschub: Das bringt bestes Glühweinwetter zur Eröffnung zahlreicher Weihnachtsmärkte im ganzen Land!
Wer bisher noch nicht seine Winterreifen montiert hat, sollte das in den kommenden Tagen schleunigst nachholen.