Wettbewerbsbeobachtung - Konkurrenzpreise mit nur einem Klick erfassen
Schlechte Vorbilder? - Media Markt & Saturn
Die Wettbewerbsbeobachtung ist Teil der Unternehmensstrategie und sollte nicht außer Acht gelassen werden. Oftmals haben Unternehmen Probleme ihre Wettbewerber und Preise im Überblick zu behalten. Gerade für Onlineshops ist es wichtig, weil Konsumenten und Wettbewerber aktiv die Preise im Netz vergleichen. Eine Studie hat bewiesen, dass die Mehrheit der Konsumenten, die im Internet einkaufen, aktiv die Preise über bekannte Preissuchmaschinen vergleichen. Der Kaufentscheidungsprozess wird häufig durch den Preis beeinflusst. Genau aus diesem Grund sollten Onlineshops ihre Wettbewerber nicht aus den Augen verlieren.
Bestes Beispiel liefert uns derzeit das Unternehmen Media-Saturn des Metro Konzerns. Media Markt und Saturn besitzen zwar einen Onlineauftritt, aber es kann kein aktiver Kaufprozess stattfinden. Der Kunde erhält lediglich die aktuellen Produktinformationen oder die Möglichkeit einen Newsletter zu abonnieren. Das Ergebnis ihrer derzeitigen Onlinestrategie ist, dass der Konzern erstmals einen Verlust von ca. 44 Mio. Euro zu verzeichnen hatte. Für das Quartalsende 2011 ist jetzt ein Onlineshop unter den jeweiligen Markennamen geplant. Wie der Konzern das Ganze genau umsetzen wird, ist noch nicht bekannt laut Pressemeldungen. Folglich kann man an diesem Bespiel erkennen, wie wichtig die Wettbewerbsbeobachtung für Unternehmen ist.
Wettbewerber beobachten - Aber wie?
Es gibt verschiede Varianten Wettbewerber und Preise zu beobachten. Welche es genau gibt, möchte ich hier in diesem Artikel einmal kurz vorstellen.
1. Manuelle Wettbewerbsbeobachtung
Einige Onlineshops arbeiten manuell, d.h. Mitarbeiter X befasst sich einige Stunden mit den aktuellen Shop-Preisen und gleicht diese auf den werbenden Seiten ab. Das kann der Amazon Marktplatz oder aber auch eine Preissuchmaschine sein, wo die Produkte und die entsprechenden Preise verglichen werden. Diese manuelle Suche kostet viel Zeit und erfordert höchste Konzentration. In der Regel reicht ein Mitarbeiter nicht aus, um die Preise und Wettbewerber zu beobachten. Große Onlineshops haben deswegen mindestens 1-5 Mitarbeiter, die sich um die Beobachtung von Wettbewerbenund Preisen kümmern. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist das vielleicht nicht der optimale Ansatz, wenn ein Onlineshop z.B. mehr als 1000 Produkte gelistet und mehrere Mitbewerber am Markt hat.
2. Die automatische Lösung
Welches ist denn nun der optimale Ansatz für eine Wettbewerbsanalyse? Die Antwort auf die Frage ist relativ einfach. Maschinen und Roboter arbeiten in der Praxis schneller und präziser als der Mensch. So ist es auch bei der Wettbewerbsbeobachtung. Es gibt bereits Tools, die diese Arbeit abnehmen. Meistens sind diese Softwares individuell an den Onlineshop angepasst. Preise und neue Wettbewerber können in null Komma nichts herausgefunden werden. Die Erfassung der Konkurrenzpreise erfolgt somit mit nur einem Klick. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht senkt es die Personalkosten, da kein Mitarbeiter manuell die Preise vergleichen muss. Jedoch darf man den Aufwand für die Installierung solch eines Tools nicht vergessen. Denn hier entstehen für die Installierung und für die Durchführung entsprechende Kosten. Allgemein kann man sagen, dass sich ein Tool zur Wettbewerbsbeobachtung dann lohnt, wenn der Shop sehr viele Produkte und sehr viele Mitbewerber am Markt hat.
Fazit:
Für die Wettbewerbsbeobachtung in Onlineshops sollte man sich immer folgende Fragen beantworten:
- Wer bestimmt die Preise meines relevanten Marktes?
- Wo sind meine Wettbewerber aktiv?
- Wie verschaffe ich mir einen Überblick über meinen relevanten Markt?
- Welchen Nutzen habe ich mit solch einem Tool?
Wer schon immer einmal die Idee hatte, einen Onlineshop zu besitzen, der sollte sich diese Fragen stellen und auch über die eigene Positionierung am Markt nachdenken.
Ben Jäger