Oft kommt die Zeit der Entscheidung nach dem Abitur unverhofft.
In diesem Artikel möchte ich mich darüber auslassen, warum - meiner Meinung nach – eine Ausbildung in einem größeren Unternehmen Vorteile hat. Der Begriff „großes Unternehmen" ist natürlich schwammig, aber ich spreche von Firmen mit > 1000 Mitarbeitern.Durch die Berufsschule hat man Kontakt zu vielen verschiedenen Personen die in vielen verschiedenen Unternehmen beschäftigt sind. Die Unternehmen reichen von „Kallis Resterampe" bis zu Unternehmen die eine führende Rolle in ihrem Bereich inne haben.
Meine Erfahrung ist, dass man fast immer sagen, dass die Azubis der großen Firmen im oberen Drittel der Leistungen liegen. Diese persönliche Vermutung wurde unterstützt von diversen Berufsschullehrern, die mehrfach auch direkt aussprachen, dass sie eigentlich immer eine „Zwei-Klassen-Gesellschaft" innerhalb ihrer Klasse haben. Da sind zum Einen die Azubis der Großen und zum Anderen die Azubis die z.B. in kleinen lokalen Computerläden angestellt sind.
Die Gründe sind meiner Meinung nach wie folgt: in großen Unternehmen gibt es eigene Ausbildungsabteilungen, welche mit Fachpersonal ausgestattet sind. In kleineren Unternehmen hat vielleicht ein Mitarbeiter ein Ausbildungsschein, die Qualität ist aber meistens geringer. Nicht das ich falsch verstanden werde – das soll keine persönliche Abwertung oder jegliches der Personen sein, auch keine Pauschalaussage, sondern lediglich eine persönliche Erfahrung! Diese Aussage schließt nicht aus, dass es sehr fähige Ausbilder in kleinen Betrieben gibt oder alle Ausbilder der Großen qualitativ hochwertig sind.
In großen Unternehmen werden Personen nur für die Betreuung der Azubis abgestellt, d.h. sie haben keine Nebentätigkeit sondern konzentrieren sich auf ihre Hauptaufgabe. Diese Möglichkeit ist in kleinen Betrieben, bei denen jeder Mitarbeiter elementar wichtig ist, meiner Meinung nach seltener gegeben. Darüber hinaus werden in größeren Unternehmen oft wochenlange Schulungen durchgeführt. Diese sind sehr kostenintensiv und kaum finanzierbar für kleinere Betriebe. Außerdem sind oftmals nur ein bis zwei Azubis gleichzeitig angestellt, d.h. der Schulungsaufwand lohnt sich kaum. Hat ein Unternehmen jedoch > 10 Azubis gleichzeitig, was bei einer Belegschaft von > 1000 Mitarbeitern durchaus vorkommt, lohnt es sich einen Referenten „anzuheuern" und einen Schulungsraum zur Verfügung zu stellen.
Wenn ich Zusagen verschiedener Unternehmen hätte, würde ich vorab gezielt im Internet nach Aussagen zur Qualität der Ausbildung suchen bzw. mich auf der Homepage versuchen zu informieren, ob es eine eigene Ausbildungsabteilung gibt. Um das nochmal letztendlich zu betonen, dieser Artikel spiegelt lediglich eine persönliche Erfahrung wieder und kann nicht als Generalaussage aufgefasst werden.
Der Autor - Karl Meyer - schreibt neben seines Studiums kleinere Artikel für diverse Seiten wie z.B. www.stühlegünstig.de