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Sie wollen ein Haus bauen
Ganz am Anfang stehen drei Fragen:
- Kann ich mir das eigene Haus leisten
- Wo möchte ich leben
- Was möchte ich bauen oder Kaufen
Für die Beantwortung der ersten Frage empfiehlt sich die Kontaktaufnahme zu Ihrem Finanzberater oder zu Ihrer Hausbank. Ein Erstgespräch hilft Ihnen abzuschätzen, was Sie an finanziellen Mitteln einsetzen können. Besonders empfehlenswert sind Finanzberater, die sich auf die Immobilienfinanzierung und Baufinanzierung spezialisiert haben. Sie können Ihnen zahlreiche Tipps geben, wie Sie Zinsen sparen können oder mehr finanzielle Mittel erhalten können. Gute Finanzberater arbeiten zudem mit mehreren Bankpartnern zusammen und suchen für Sie die Bank, die Ihren Bedürfnissen und Anforderungen am besten entspricht. Ein mögliches Informationsportal im Internet zur Baufinanzierung finden Sie auf www.hauseo.de/baufinanzierung.
Für die Grundstückswahl gibt es verschiedene Möglichkeiten. Viele Grundstücke werden fest von einem Makler vertrieben. Sie finden diese Grundstücke oft auf Internetportalen wie immobilienscout24.de oder immonet.de. Meist fällt in diesem Fall eine Maklergebühr an die die Kosten Ihres gesamten Projektes steigen lassen. Makler in Ihrer Region finden Sie zum Beispiel auf ivd.net oder www.rdm-berlin-brandenburg.de. Alternativ haben sich auch Grundstückeigentümer in Verbänden zusammengefunden. Diese Eigentümer wollen meist nichts mit Maklern zu tun haben und verkaufen nur an privat. Einzelne private Grundstücke sind hier trotzdem eher seltener zu finden. Wer viel Ausdauer hat, kann auch in der Wunschumgebung umherfahren. Wer ein freies Grundstück findet und noch kein „Verkaufen Schild" sieht, kann die Eigentümer ermitteln. Dies ist nicht so einfach, ist jedoch auf dem Bauamt möglich. Ein Blick in das Grundbuch hilft weiter. Das bedeutet natürlich noch lange nicht, dass das Grundstück auch tatsächlich dann verkauft wird.
Was Sie bauen möchten hängt ganz stark von Ihren Bedürfnissen und den örtlichen Gegebenheiten an. „Second-Hand-Immobilien" kann man manchmal als Schnäppchen ergattern. In diesen Fällen muss meist viel am Haus gemacht werden. Besonders in kalten Tagen können diese Häuser dann zu wahren Energiefressern werden. Gute Bestandsimmobilien in gefragten Gegenden sind meist nicht günstiger als der Hausbau. Wenn jedoch kein freies Grundstück verfügbar ist, bleibt keine andere Wahl, als den Hauskauf. Wer ein Haus bauen möchte und kann, steht vor der Entscheidung Fertighaus, Massivhaus und seltener Hausarten. Hier spielt einerseits der eigene Geschmack eine Rolle, andererseits der Geldbeutel und auch die Sympathie für eine bestimmte Bauform. Ein Massivhaus ist zum Beispiel Stein auf Stein möglich, kann jedoch auch als Fertighaus gebaut werden.
Hausanbieter prüfen
Damit Sie sich auch sicher sein können, dass Sie bei dem komplexen Thema Hausbau nicht an einen unseriösen Geschäftemacher geraten, können Sie den Hausanbieter neben dem persönlichen Gespräch auf mehrfache Art prüfen. Unter anderem bieten dabei einige Bauherrenvereine Unterstützung. Hier zu nennen sind der Bauherren-Schutzbund (www.bsb-ev.de), der Verband privater Bauherren (www.vpb.de) und die Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende (www.finanzierungsschutz.de). Für die Bonitätsüberprüfung bieten Creditreform (creditreform.de) und Schufa (schufa.de) passende Dienstleistungen an. Zu diesem Thema beraten in der Regel auch die Bauherrenvereine.
Autor: Hannes Sahling