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Wer im Glashaus sitzt, wie Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger...

Autor: cmp-gl | Erstellt am: 23.03.2010 | Gelesen: 637
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - ... sollte nicht mit Steinen werfen, auch wenn man es gegen die Katholische Kirche noch so gerne sieht.

Alle Missbrauchsopfer und dabei keinesfalls nur die, der gegenwärtig diskutierten Missbrauchsfälle in den eben nicht nur kirchlich geführten schulischen Einrichtungen brauchen pragmatische Hilfen und nicht die Verhöhnung durch unsägliche, der Genderorientierung ebenso entspringende, wie folgende Debatten die einem zweiten Missbrauch an ihnen gleichkommt.

Wenn die Bundesjustizministerin nun gänzlich ohne das Format Ihres, noch heute den höchsten Respekt abverlangenden Rücktritt im Zusammenhang mit dem Lauschangriff agiert und der Katholischen Kirche vorwirft, "nicht ausreichend an der Aufklärung von Missbrauchsfällen in Kirchenorganisationen mitzuwirken", so muss sie sich eine Frage an die eigene Adresse gefallen lassen: sie weiß – und so schließt sich der Kreis – seit Jahren von den Machenschaften des Wirtschaftskriminellen Hans-Georg Jakob Müller-Risch, hat sogar – und dies nicht nur als regional zuständige Bundestagsabgeordnete – eine ganz enge Ambivalenz dazu.

Eine vor Jahren an die IG Geschädigter gegebene Zusage der Gesprächsaufnahme mit Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk wurde nicht gehalten und seither auch jeder weiteren Kommunikation aus dem Wege gegangen.

Bundesweit 35 in einer IG (Interessengemeinschaft) zusammengeschlossene Unternehmen/ UnternehmerInnen mit aktuell überblickbar mehr als € 100 Mio. Schäden erleben so bei der gegenwärtigen Diskussion einmal mehr, wie sie ausgegrenzt sind und bleiben, weiterhin keine Lobby haben.

Trotz der – ein beeindruckendes Vor- und Bewährungsstrafenregister erweiternden und aus Juni 2009 stammenden – neuerlichen Verurteilung zu 3 ½ Jahren Haft befindet sich der vor Jahren von einer Münchner Oberstaatsanwältin als berufsmäßiger Schwertsbetrüger Eingestufte – ihr dahingehender Vorlagebericht mit angeratener Sicherungsverwahrung an das Bayerische Justizministerium blieb ohne Folgen und eine dazu eingereichte Petition zum Bayerischen Landtag wurde abgewiesen, sie hingegen fand sich wenig später (Doubletten-Überlegungen bzgl. Zumwinkel-Staatsanwältin Lichtinghagen drängen sich geradezu auf) als Leiterin der Gerichtsvollzieheraufsicht des Amtsgerichtes wieder – weiter auf freiem Fuß, gehen seine Machenschaften ungebremst weiter.

Aktuell lancierte sein Strippenziehen im Hintergrund der Insolvenz von Bernd Büttner's Vitalia-Gruppe u. A. auch deren Fortgang unter neuer Formierung Vita-Sinn, was jetzt zu gravierenden Verwerfungen im Markt der Bio- und Naturkost nahen Reformhäuser zu führen droht.

Weshalb also, Frau Bundesjustizministerin, wurden und werden Sie nicht aktiv?
Denn aus besten Gründen haben sich die Reformhäuser – vertreten durch die in Zarrentin beheimatete neuform – Vereinigung deutscher Reformhäuser e. G. in ihrer Satzung dazu verpflichtet, dass die klein- und mittelständisch geprägten Einzelhändler in ihren Geschäften das Sagen haben und dies über Jahrzehnte zum Wohle der KundInnen durchgehalten.

In die Regale der Geschäfte kommt nur, was die KundInnen wollen und die Händler guten Gewissens anbieten können. Dafür gibt es Qualitätsrichtlinien des Handels, die für Lieferanten verpflichtend sind, wenn sie die besondere Qualität ihrer Produkte - neben den staatlich vorgegebenen Bio-Zeichen – entsprechend kennzeichnen wollen.

Trifft zu, was gegenwärtiger Stand der Erkenntnisse ist, wird die Selbständigkeit der Reform- Einzelhändler entgegen der eigenen Satzung der Genossenschaft massiv unterlaufen, indem ein Hersteller als (zumindest indirekter) Finanzier der Anschlussfirma Vita-Sinn damit die Handelseite Wettbewerb verzerrend beeinflusst und so 10% des Branchenumsatzes kontrolliert, sowie die Qualitätskriterien für die verkauften Produkte und letztlich die Sortimente und Wettbewerber aus dem Naturkostbereich marktrelevant beherrscht.

Im Klartext: Herstellerüberlegungen sind es dann künftig, welche so das Sortiment bestimmen und durch bisher unbekannte Strukturen "dubioser, verdeckt" agierender Investoren nicht nur die Herkunft der Finanzmittel sondern vor Allem auch die künftigen Unternehmensausrichtungen völlig intransparent werden lassen!

Und das in einer Branche deren Betreiber und wichtige handelnde Personen ausgerechnet in diesem Fall sich gerne sich zur Nachhaltigkeit und Fairness verpflichten und sich als Ökomanager feiern lassen?

Einflussnahmen durch Personen also, deren Absichten mindestens so kritisch zu sehen sind, wie diejenigen in der zum Nutzen und Schutz der VerbraucherInnen abgewehrten Angelegenheit Basic – Lidl würden so Tür und Tor geöffnet – ein Missbrauch der Verbraucherinteressen entstünde.

Die Art wie damit umgegangen wird und die Vorkehrungen zur künftig weitgehendst möglichen Verhinderung weiterer krimineller Handlungen sind die eigentlichen An- und Herausforderungen – reine Mainstreamhörigkeit der Irrweg.

Dabei ist es längst nicht damit getan, dass ein innenpolitisch wild gewordener Außenminister und Parteifreund der Bundesjustizministerin von sich nur behauptet, das auszusprechen, was das Volk denkt und dabei Gefahr läuft, dass ihn – der sich auch selbst schon als die "Freiheitsstatue dieser Republik" positionierte – das Wählervotum zum "Armleuchter der Nation" macht.

Erich Neumann
freier Journalist / DPV
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