(Online-Artikel.de) - Die Einführung von E10 ist längst gescheitert – Niemand will es gewesen sein
Die Liste der E10 tauglichen Fahrzeuge auch unter www.ford-focus-titanium.de
Wer bekommt den Schwarzen Peter zum Schluss?
Die Verantwortlichen schieben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu. Aber wer sind die Verantwortlichen? Heute meldeten sich wieder alle diejenigen zu Wort, die glauben, etwas Sinnvolles zu diesem Thema sagen zu müssen. So verkündet der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Winfried Hermann von den Grünen: "Die Regierung muss die Einführung der neuen Spritsorte stoppen." Und Bärbel Höhn legt den Beginn der Fehlerkette in das Jahr 2007, das Jahr der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Das berichtet der Wirtschaftsdienst Jürgen Franke, auf dem Internetportal www.ford-focus-titanium.de
Auch die FDP, die beim Beschluss der E10 Einführung noch über der 5% Marke lag, meldet sich namens Patrick Döring zu Wort. Er fordert in der Welt: "Sollte es mittel- und langfristig doch Schäden geben, muss die Industrie dafür haften. Ohne diese Zusage ist der Biosprit E 10 zum Scheitern verurteilt". Zum Verständnis: Die Politik beschließt eine wesentliche Änderung der Kraftstoffqualität, die Haftung dafür soll die Industrie übernehmen.
Wie wäre es, wenn die Politik, also die Politiker persönlich, erstmalig für etwas hafteten, das Sie beschließen. Das wäre doch mal eine Innovation.
Ebenfalls leichtfertig ist es, die Meinung eines einzelnen BMW Ingenieurs als "die Meinung der Automobilhersteller " darzustellen, wie gestern in der Welt am Sonntag geschehen. Es ist nicht zu verantworten, dass mit dieser Einzelmeinung erneut der Verbraucher verunsichert wird. Die Gegendarstellung der BMW AG ließ nicht lange auf sich warten. "In allen BMW-Pkw-Modellen sämtlicher Baujahre ist der unbedenkliche Einsatz von E10 Kraftstoffen möglich", heißt es in einem Informationsschreiben.
Wo waren die Lobbyisten der Autofahrer – ADAC und co.
Verwunderung über die Auswirkungen des E10 Kraftstoffs auf die Umwelt und den Motor legen auch die Automobilclubs an den Tag. Sie tun so, als wenn auch sie von der Einführung der Kraftstoffe überrascht worden wären. Wer die politische Landschaft in Deutschland und der EU kennt, glaubt aber nicht ernsthaft, dass dort eine Pro E10 Benzin Entscheidung getroffen wurde, bei der die entsprechen Verbände nicht gehört wurden.
Auch wundert es, dass die Mineralölindustrie die Einführung so geräuschlos mitgemacht hat. Wie wohl die Reaktion der Mineralölindustrie gewesen wäre, wenn eine Entscheidung der EU nicht zu steigenden, sondern zu fallenden Kraftstoffpreisen geführt hätte. Die Antwort ist einfach. Es hätte keinen Beschluss gegeben.
Kann E10 wieder abgeschafft werden?
Die Frage, ob es möglich ist, EU Kraftstoff abzuschaffen, stellt sich nicht wirklich. Die Notwendigkeit, Kraftstoff aus nachwachsenden Rohstoffen herzustellen, ist durchaus gegeben. Das kann und darf aber auf keinen Fall bedeuten, dass Getreide oder andere Nahrungsmittel, die vermeintlich nicht für die Lebensmittelproduktion geeignet erscheinen, zum Auspuff herausgeblasen werden. In Deutschland werden jährlich 1.200.000 Tonnen Getreide nicht zu Lebensmittel verarbeitet, weil das Getreide nicht den Anforderungen der Deuteschen Lebensmittelindustrie gerecht wird (Quelle, Bericht auf 3SAT). Wäre es nicht sinnvoll und ethisch erforderlich, dieses Getreide in Länder zu exportieren, deren Lebensmittelindustrie einen anderen Standard hat? Auf YouTube gibt es mittlerweile eine Vielzahl von, teilweise kommentierten, Videomitteilungen zu diesem Thema. Hier ist ein Beispiel von vielen:
Zurück bleibt der ratlose Autofahrer, der völlig verunsichert, einen viel zu teueren Kraftstoff tankt.
Biografie und-/oder Firmenprofil Der Wirtschaftsdienst Jürgen Franke wurde in Jahr 2006 gegründet. Als KFZ-Meister und Betriebswirt begann der Wirtschaftsdienst Jürgen Franke mit der ...