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Wenn unsere Kinder vor uns sterben

Autor: Results | Erstellt am: 27.10.2010 | Gelesen: 543
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - ...wie kann das Leben danach überhaupt weitergehen?

Sandra Sopp-Ehlting
Sandra Sopp-Ehlting
Die Bilder gingen durch die Presse: Blacky Fuchsberger an der Stelle am Mühlbach, an der sein einziges Kind ertrank. Sein geliebter Sohn Thomas, mit dem ihn so viel verband und den er so sehr liebte. „Warum er und nicht ich?" soll er gefragt haben.

Diese Frage stellen sich wohl die meisten Eltern, die den Tod ihres Kindes verkraften müssen. Mit ihm oder ihr hatte man doch das Leben weiter gegeben. Das war doch die Zukunft. Und nun?Was macht das jetzt alles noch für einen Sinn?

Und dennoch, so wenig man sich das in diesem Moment vorstellen kann: Das Leben geht weiter. Auch für die Hinterbliebenen.

Zunächst jedoch scheint die Zeit stillzustehen. Eltern taumeln zwischen dem Gefühl, verrückt zu werden, sein Ende nicht wahr haben zu wollen, den Verlust nicht ertragen zu können, das geliebte Kind wieder haben zu wollen bis hin zu tiefer Depression und völliger Apathie. Im schlimmsten Fall sind es gar Suizidgedanken, die Hinterbliebene dann beherrschen. Dabei kann dieser Prozess in wechselnder Ausprägung bis zu 5 Jahre andauern.

Bei solch extremem Leid ist man leicht versucht, dieses z.B. mit Alkohol oder Medikamenten zu lindern. Aber genau das verursacht das Gegenteil. Der Trauerprozess verlangsamt sich. Wir kommen nicht weiter, denn der Schmerz muss durchlitten werden, um ihn überwinden zu können.

Dabei wird die Suchtgefahr durch Abusus von Alkohol und Medikamenten aber auch die dadurch sinkende Leistungsfähigkeit leicht übersehen. Aus diesem Grunde sollte man mit seiner Trauer keinesfalls alleine bleiben oder gar darin verharren. Kompetente Unterstützung kann dabei helfen, den Schmerz zu überwinden und wieder zu Perspektiven für ein ausgeglichenes Leben zu finden. Lösungsorientierte Beratung kann Sie auf diesem Weg begleiten und unterstützen.

In der lösungsorientierten Beratung wird der Fokus ausschließlich auf die vom Klienten positiv erlebten Ereignisse gelegt. Dies mit dem Ziel, sie zu verstärken und schrittweise ein Gefühl dafür zu schaffen, wie gut sich die Lösung des Problems anfühlt.

Lösungsorientierte Beratung ist somit ein Ansatz, der sich positiv in die Zukunft richtet und Wege aufzeigt, wie Schmerz und Trauer überwunden werden können und man zu einem glücklichen Leben zurückfindet.

Sandra Sopp-Ehlting
 
 
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