Wenn Paare zusammenziehen
Für die meisten Paare stellt sich früher oder später die Frage nach dem Zusammenziehen. Manche lassen sich damit einige Jahre Zeit, andere wissen bereits nach wenigen Monaten, dass sie zusammen leben möchten. Im Leben allgemein gibt es keine Grundregeln. Jedes Paar funktioniert unterschiedlich. Je nachdem, inwieweit sich die jeweiligen Partner entgegenkommen, kann die erste gemeinsame Wohnung ein wunderschönes Erlebnis oder der Anfang vom Ende sein. Der Klassiker, die offene Zahnpastatube als Trennungsgrund klingt nach einem Klischee. Tatsächlich entzünden sich jedoch viele Streitigkeiten, deren Ursachen woanders liegen, in aller Regel an Lappalien. Wer gewisse Grundregeln beachtet, kann dem Zusammenleben entspannt entgegensehen.
Hier sind drei der wichtigsten:
Regel Nr. 1 Ordnung halten
Ist die Wohnung chaotisch, sind Streits geradezu vorporgrammiert. Eine gerechte Aufgabenverteilung ist dahier wichtig. Wenn dies so aussieht, dass er sich um den Grill kümmert und sie das Bad putzt, ist das völlig in Ordnung. Finden Sie heraus, was wem Spass macht, oder besser gesagt, wen welche Arbeit im Haushalt am wenigsten stört.
Regel Nr.2 Freiräume
Die wahrscheinlich wichtigste Regel ist das gegenseitige Zugestehen von Freiräumen. Es ist das natürlichste auf der Welt, dass der Partner/die Partnerin einem irgendwann grundlos auf die Nerven geht. Um dies zu vermeiden, sollten beide weiterhin ihren jeweiligen Hobbys nachgehen oder sich vielleicht gerade nach dem Zusammenziehen bewusst welche suchen. Ein gemeinsamer Freundeskreis ist ebensowichtig für das Gelingen einer Beziehung wie das Wahren der eigenen Individualität. Nichts ist frustrierender als die Erkenntnis, dass von einem selbst nichts mehr übrig ist. Eine gemeinsame Wohnung sollte die Persönlichkeit erweitern und nicht beschneiden.
Regel Nr.3 Das Schlafzimmer ist zum Paarsein da
Nichts ist unangenehmer als Streitereien am Morgen oder vor dem Einschlafen. Diese lassen sich manchmal nicht vermeiden. Die Häufigkeit kann allerdings reduziert werden, indem man das Schlafzimmer bewusst nur für Stunden zu zweit und zu seinem ursprünglichen Zweck, dem Schlafen benutzt. Es lohnt sich hier, ein wenig tief erin die Tasche zu greifen, sich ein schönes Bett mit einer qualitativ hochwertigen Matratze und schöne Schränke und Gardinen zulegen. Was im Schlafzimmer allerdings nichts zu suchen hat, sind Fernseher, Computer und ein Schreibtisch. Hierdurch werden Alltagsdinge mit dem Intimleben zu sehr vermischt, was die Wahrscheinlichkeit von Streits undgleich in die Höhe treibt.
Robert Wildner