Es ist erstaunlich, wie stur und gelassen scheinbar seriöse Institutionen Angebote verkaufen, die weder neu, noch aktuell noch die eigenen sind.Trotz der Klarheit, ein Produkt anzubieten, dass weder selbst sauber erarbeitet wurde noch den neuesten Erkenntnissen in Bezug auf Wissensbilanzierungen standhalten kann, sind sich die Wissensbilanz-Verkäufer der Fraunhofer Gesellschaft nicht zu schade, selbst im deutschsprachigen Ausland die Wissensbilanz – Made in Germany anzupreisen.
Dabei sollten die Entwickler dieser Wissensbilanz schon aufgrund der Diskussion in den vergangenen Wochen zumindest eine Ahnung davon haben, dass sie mit nicht ganz neuen Erkenntnissen einen Markt zu überschwemmen drohen, der gerade in diesen krisenbehafteten Zeiten Lösungen braucht, die markttauglich sind und nicht voller Phrasen und Mutmaßungen, die keinerlei Mehrwert erzeugen können.
Geboten werden stattdessen leere Versprechungen, die aufgrund der Mangelhaftigkeit des Systems Wissensbilanz – Made in Germany niemals das halten können, was die Einladungen und Flyer zu Seminaren, Workshops und Konferenzen versprechen.
Die Moderatoren der Wissensbilanz – Made in Germany versprechen „Stärkung der Kernkompetenzen und die nachhaltige Wertsteigerung von Unternehmen in der wissensbasierten Wirtschaft." (Zitat aus der Einladung zur 5. Konferenz
Professionelles Wissensmanagement in Solothurn, Schweiz vom 25.-27.03.2009)
Dabei haben sie nicht einmal das Know-How, mit zahlenbasierten Werten zu arbeiten. Aber das scheint egal zu sein. Warum nicht den ohnehin schon gebeutelten Unternehmen selbst im Ausland Werte verkaufen, die ihr Geld nicht wert sind. Selbst die Zeit, die Unternehmer dafür aufbringen, sich den papageienmäßigen Kauderwelsch irgendwelcher Möchtegern-Wissensbilanzierer anzuhören, scheint im Vergleich mit den zu erwartenden mageren Ergebnissen echte Verschwendung zu sein. Das nur die Teilnahme am entsprechenden Tutorium 90,00 Euro kostet setzt der Dreistigkeit noch den Deckel auf.
Denselben Aufwand an Zeit und Geld in die Beschäftigung mit der neuen Wissensbilanz 2.0 zu investieren kann den beworbenen Unternehmen ebenso empfohlen werden, wie den Moderatoren überalterter Systeme.
Olaf Hoffmann
Geradeaus…die Berater