Schluss mit den schäbigen Geräten von der Tankstelle: Auf einem richtigen Grill gelingt jedes Fleisch besser. Unser Guide sagt Ihnen, welches Gerät Sie brauchen.
Zeit, die Polster für die Terrassenmöbel aus dem Keller zu holen und den Sonnenschirm zu waschen. die Ersatzbriketts im hinteren Gartenhaus müssen auch noch aufgefüllt werden, dann kann die Einladung "Grillwochenende" über den Mail-Verteiler verschickt werden. Doch welches der Grill-Methoden ist die richtige Methode für Sie?
Rost:

Unsere Vorfahren warfen die noch zuckenden Stücke vom Tier einfach in die Glut und warteten, bis sie wirklich tot waren. Das Grillen über offenem Feuer ist dieser Methode noch am ähnlichsten. Auch in der entschärften Form der Feuerpfanne mit höhenverstellbarem Rost entspricht diese Zubereitungsart dem archaischen Drang, Fleisch extrem knusprig bis schwarz zu brennen. Die Vorteile: Mobil einsetzbar, unkompliziert, mit trockenem Holz erzielt man ausgezeichnete Ergebnisse. Auch große Stücke Grillgut gelingen, weil sich der Abstand zur Glut beliebig variieren lässt. Allerdings ist Erfahrung mit der Feuer Grundvoraussetzung – und der Wille, einen gewissen Aufwand zu betreiben.
Holz & Kohle:

Der klassische Grill bietet Romantikern ein unverfälschtes, dennoch beherrschbares Grillerlebnis mit mittelhohem Aufwand. Kohle oder Briketts sind an jeder Tankstelle zu bekommen, mithilfe von Grillbeschleunigern entsteht die Glut schnell und zuverlässig. Feinschmecker oder Wichtigtuer arbeiten mit Holz und Blasebalg, um geschmackliche Einflüsse des Anzünders zu vermeiden. Nach dem Grillen ist dieser Typ mit etwas Reinigungsaufwand verbunden. Geschicktes Glut-Management sowie ein variabler Rost ermöglichen sowohl scharfes Angrillen als auch langsames Garen größerer Stücke oder zarten Gemüses.
Barbecue:

Für die nordamerikanische Barbecue-Methode müssen Grills über einen Deckel verfügen. So bleibt die mit 90 bis 160 Grad eher niedrige Hitze, in der das Grillgut gegart wird, konstant und rundum erhalten. Eine bessere Räucherwirkung erzielen Barbecue-Grills, die mit Holz oder Kohle beheizt werden, es gibt aber auch Varianten mit Gas. Kleinere Kugelgrills lassen sich sogar transportieren, größere Barbecue-Grills sind vor allem für den stationären Betrieb auf der Terrasse geeignet. Vorteil: Neben der Barbecue-Methode und dem Räuchern sind weiter Zubereitungsarten möglich, etwa klassisches und indirektes Grillen.
Gas:

Wer bequem ist und auf Nummer sicher gehen will, grillt mit Gas. Kein Anzündeproblem, klar regulierbare Temperatur, kein Schmutz, kein Gestank. Doch der Gasgrill hat nicht nur Vorteile: Die Maximal-Temperatur ist nicht ganz so hoch wie bei traditionellen Grills. Und auch wenn Modelle mit Lavasteinen versuchen, den rauchigen Grillgeschmack eines Holzkohlefeuers zu imitieren – ganz so urwüchsig wie Fleisch vom echten Grill schmeckt es dann doch nicht. Dafür verhindern Modelle mit Oberhitze automatisch, dass Fett in die Glut tropft und gesundheitsschädliche Stoffe entstehen. Das passende Gerät für Pragmatiker und unkomplizierte Viel-Griller.
Elektro:

Mit einem über offenem Feuer gebratenen Wildbret hat Fleisch vom Elektrogrill nicht viel gemein. Doch wenn der Nachbar über echten Grillgeruch schimpft oder hin und wieder ein schnelles Steak gebraten werden soll, ist die Elektro-Grill-Methode die Lösung. Offensichtlicher Vorteil: Weder Kohle noch Gasflasche müssen angeschafft werden, überall, wo eine Steckdose in der Nähe ist, kann der Elektrogrill unkompliziert betrieben werden. Das Resultat ähnelt freilich eher in der Grillpfanne Zubereitetem. Wer nicht viel Wert auf einen richtigen Grillabend legt, sondern in kleinen Mengen leckere Sommerhappen anbieten möchte, für den ist der Elektrogrill die richtige Wahl.